Gazenergie

Förderprogramm und Anforderungen

Seit 2011 unterstützt die Gaswirtschaft ihre Mitgliedsfirmen mit einem Förderprogramm bei der Realisierung von Biogasanlagen. 2021 wurden die Förderbedingungen angepasst. Neu werden alle erneuerbaren Gase gefördert, also Biogas, Biomethan synthetisches Biomethan und grüner Wasserstoff. Die Fördermassnahmen beinhalten einen Investitionsbeitrag und Einspeisebeiträge für Produzenten und Netzbetreiber. Letztere werden während 36 Monaten ausbezahlt.

Wer Unterstützung durch das Förderprogramm in Anspruch nehmen will, kann sich mit den nachfolgenden Formularen bei der Geschäftsstelle des VSG in Zürich (biogasfondsgazenergie.ch) anmelden.

Die Schweizer Gaswirtschaft will, dass in der Schweiz nur Gase mit hoher ökologischer Qualität produziert und importiert werden. Aus diesem Grund wurden die Grundsätze der Schweizer Gasindustrie für Biogas und andere erneuerbare Gase erlassen. Damit soll die hohe Glaubwürdigkeit der erneuerbaren Gase gefestigt werden. Im Besondern geht es darum, sicherzustellen, dass nur hochwertige Gase auf den Markt kommen und Doppelvermarktungen ausgeschlossen werden. Die Schweizer Gaswirtschaft verkauft nur erneuerbare Gase, die hohe Qualitätsanforderungen erfüllen; also nur ökologisch und ethisch einwandfreies Biogas aus Abfällen und Reststoffen, nicht aber aus Nahrungsmitteln oder speziell angebauten Energiepflanzen. Wird Strom eingesetzt, dann muss er aus erneuerbaren Quellen stammen. 

Die Grundsätze basieren auf den Anforderungen an biogene Treibstoffe gemäss Mineralölsteuergesetz, damit diese von der Mineralölsteuer befreit werden können. Die Befreiung wird gewährt, sofern die Treibstoffe

  • 40% weniger Treibhausgase emittieren als fossiles Benzin,
  • die Umwelt insgesamt nicht erheblich mehr belasten als fossiles Benzin,
  • beim Anbau den Erhalt von Regenwäldern und die biologische Vielfalt nicht gefährden und die Nahrungs- und Futtermittelproduktion nicht konkurrenzieren.

Die ökologischen Anforderungen gelten in jedem Fall als erfüllt bei Treibstoffen, welche nach dem Stand der Technik hergestellt werden und die aus biogenen Abfällen oder Rückständen aus der Produktion oder Verarbeitung von land- oder forstwirtschaftlichen Erzeugnissen stammen. Die zugelassenen Stoffe werden von der Oberzolldirektion (OZD) in einer Positivliste publiziert. Stoffe, die darin nicht enthalten sind, benötigen eine Bewilligung der OZD. Grundlage bildet eine Ökobilanzierung. Das Bundesamt für Umwelt definiert das Vorgehen.

Produktion und Import

Unter dem Begriff erneuerbare Gase werden Biogas, Biomethan, synthetisches Biomethan und grüner Wasserstoff zusammengefasst. 

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Wie funktioniert das?

Biogas und Biomethan können als Brennstoff zum Heizen oder als Treibstoff eingesetzt werden. Im Treibstoff, der an den Schweizer Erdgas-Tankstellen bezogen werden kann, ist mindestens 20% Biogas beigemischt.

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Strategie 30/2030

Gaswirtschaft setzt auf Biogas.

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Förderprogramm und Anforderungen

Seit 2011 unterstützt die Gaswirtschaft ihre Mitgliedsfirmen mit einem Förderprogramm bei der Realisierung von Biogasanlagen. 2021 wurden die Förderbedingungen angepasst.

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Clearingstelle

Die Clearingstelle erfasst im Auftrag der Oberzolldirektion (OZD) alle in der Schweiz produzierten erneuerbaren Gase, deren Handel und ihre Verwendung sowie den Verbrauch von Erdgas als Treibstoff.

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