Landwirtschaftliche Biogasanlagen schützen Klima und Umwelt
Zürich, 03.06.2022
Die Autoren des Berichts greifen auf umfassende Berechnungen zurück, welche die Lagerung, Vergärung und Ausbringung der Hofdünger miteinbeziehen. Damit wird eine Lücke geschlossen. Die Ökobilanzinventare landwirtschaftlicher Biogasproduktion sind endlich vollständig erfasst.
Der Bericht der Umweltberatungsfirma Carbotech hat einerseits die Reduktion der Emissionen von Methan bei der Lagerung der Gülle für die Biogasproduktion, inklusive Vergärung, beziffert. Mit jedem produzierten m3 Biogas werden, im Vergleich zur konventionellen Hofdüngerbewirtschaftung, rund 1.4 kg CO2eq weniger emittiert. Während der Lagerung werden im gasdichten System nahezu 100% der Methanemissionen aufgefangen und später zu Energie umgewandelt. In der konventionellen Lagerung hingegen entweicht dieses Treibhausgas unkontrolliert in die Atmosphäre. Bei der Gewinnung von Biogas können klimarelevante Emissionen somit stark vermindert werden.
Andererseits wurde bei der Ökobilanzierung berücksichtigt, dass die Gärgülle, die bei der Biogasproduktion entsteht, bereits heute mit Schleppschlauch ausgebracht wird. Dieser bisher nicht berücksichtigte Aspekt verringert die Ammoniakemissionen enorm.
«Somit ist es aus Umweltsicht sehr förderlich, wenn möglichst viel der anfallenden Gülle in einer Biogasanlage verwertet wird», so schlussfolgert der Carbotech-Bericht. Die grossen Potenziale der landwirtschaftlichen Biogasproduktion sollte nun auf Basis der aktualisierten Ökobilanz weiter erschlossen werden. Dazu müssen aber die entsprechenden Anreizsysteme geschaffen werden. Dies fordern Ökostrom Schweiz und der Verband der Schweizerischen Gasindustrie mit aller Deutlichkeit.
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