Gazenergie

Die Gasversorgung der Zukunft ist klimaneutral

Die Schweizer Gaswirtschaft unterstützt das Ziel des Bundesrates, im Rahmen des Pariser Übereinkommens bis 2050 die Klimaneutralität (Netto-Null-Emissionen) zu erreichen. Die Energieversorgung der Zukunft muss dekarbonisiert, aber auch sicher und wirtschaftlich tragbar sein. Die Gasversorger sind überzeugt, dass dies nur mit einem breiten Mix an Energieträgern und Infrastrukturen sichergestellt werden kann. Insbesondere auch deshalb, weil sich angesichts des Umbaus und der verstärkten Elektrifizierung bereits heute zunehmend Stromengpässe in den Wintermonaten abzeichnen.

Gas spielt heute im Schweizer Energieversorgungssystem eine tragende Rolle. Das gilt insbesondere für Industrie und Gewerbe sowie die Gebäude. Zudem gewinnt Gas an Bedeutung in der Mobilität sowie künftig auch in der Stromproduktion, so wie dies etwa in Deutschland bereits der Fall ist. Die Gasversorgung hat bereits einen wesentlichen Teil zur CO2-Reduktion beigetragen und wird dies noch verstärken, weil sie die Kunden in Zukunft immer mehr mit dekarbonsierten bzw. erneuerbaren Gase beliefern wird.

Die Schweizer Gasversorger wollen den Prozess des Umbaus der Energieversorgung mitgestalten und haben als grossmehrheitlich Querverbundsunternehmen stets die Notwendigkeit einer Gesamtversorgungsperspektive betont. Als weltweite Pioniere sind sie visionär der aktuellen Klimadiskussion vorangegangen, um die künftige Gasversorgung stärker erneuerbar bzw. klimaneutral zu gestalten. Sie unterstreichen ihr Bekenntnis von 2016, in einem ersten Schritt bis 2030 einen erneuerbaren Anteil von 30% im gasversorgten Wärmemarkt für Haushalte zu garantieren. Heute, drei Jahre nach der Zielsetzung, haben bereits erste Werke diesen Zielwert erreicht.

Die Branche sieht dies als Zwischenschritt. Bis 2040 soll der Anteil im Gesamtmarkt auf 50 Prozent steigen. Bis 2050 wird eine CO2-neutrale Gasversorgung anvisiert. Erdgas soll sukzessiv durch erneuerbare bzw. klimaneutrale Gase ersetzt werden, die neben Biogas auch synthetisches Methan (Power-to-Gas) und grünen sowie blauen Wasserstoff umfassen. Der Kohlenstoff wird bei letzterem entfernt und entweder in unterirdischen Lagern gespeichert oder in Bau- oder anderen Wertstoffen genutzt.

Ein verstärkter Einbezug der Gasinfrastruktur in die Entwicklung der Energiezukunft wird nicht nur die Kosten der Dekarbonisierung senken, sie erhöht auch die Versorgungssicherheit und insgesamt die Akzeptanz des Umbaus der Energieversorgung und der damit verbundenen wirtschaftlichen und sozialen Folgewirkungen.

Die Vision der Schweizer Gaswirtschaft zur Energieversorgung der Zukunft lässt sich in sechs Schlüsselthesen genauer beschreiben und begründen, die wir Ihnen hier vorlegen. Sie bilden den Kern des Selbstverständnisses der Schweizer Gaswirtschaft, Teil der Lösung hin zu einer klimaneutralen Schweiz zu sein.

These 1

Alle erneuerbaren Energien und deren Infrastrukturen bilden gemeinsam die Basis der Energiezukunft.

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These 2

Nur mit Wasserstoff können die Klimaziele der Schweiz effizient erreicht werden.

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These 3

Gas ist Baustein einer effizienten Wärmewende, nicht nur kurzfristig, sondern auch mittel- und langfristig.

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These 4

Die Gasversorgung wird bis 2050 komplett CO2-neutral und unterstützt damit auch in der Industrie das Erreichen der Klimaneutralität.

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These 5

Nur mit Gas lässt sich die Verkehrswende schaffen.

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These 6

Nur mit Gas lässt sich die Versorgungssicherheit garantieren.

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Der Weg zum Ziel

  • 30/2030-Strategie und damit verbundene Aktivitäten
  • Wasserstoff als neues, zusätzliches Schwerpunktthema
  • Sektorkopplung
  • Enge Zusammenarbeit mit Forschung, Wissenschaft und Industrie
  • Neue Markenführung
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