Gazenergie

Alle erneuerbaren Energien und deren Infrastrukturen bilden gemeinsam die Basis der Energiezukunft.

These 1

Eine wirtschaftliche, sichere und klimaneutrale Energieversorgung kann nur im Zusammenspiel aller erneuerbarer Energieformen und der entsprechenden Infrastrukturen erreicht werden. Die Gasnetze werden mit erneuerbaren und klimaneutralen Gasen in Zukunft weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Zu diesem Schluss gelangen die Studien verschiedenster Hochschulen und Institutionen, im In- und Ausland. Strategien, die ausschliesslich auf Elektrizität und ihre Infrastruktur setzen, sind teuer, verletzlich und wenig flexibel. Erneuerbare Gase können einerseits die Wärmeversorgung und die Industrieproduktion dekarbonisieren, andererseits sind sie auch Speicheroptionen für Überschussstrom, der bei geringer Nachfrage nach Sonnen-, Wasser- und Windenergie und ohne entsprechende Speichermöglichkeiten abgeriegelt werden müsste. Über Sektorkopplung kann das Gas wieder in Strom, Wärme oder Treibstoff umgewandelt werden und einen wichtigen Beitrag zur Winterstromversorgung leisten. Die Gasnetze müssen daher in die Dekarbonisierungsstrategie eingebunden werden.

Auch in Zukunft wird es Gebiete geben, die nur mit Gas sinnvoll und effizient versorgt werden können. Dazu gehören z.B. Hochtemperaturprozesse in der Industrie, denkmal- und ortsbildgeschützte Stadteile oder Gebiete mit keinen leicht erschliessbaren erneuerbaren Wärmequellen. Daneben wird Gas auch künftig in Fernwärmeverbünden zur Spitzenlastabdeckung gebraucht. Es ist Aufgabe der Gaswirtschaft, das Netz so zu entwickeln, dass es diesen Anforderungen entspricht. Die politischen Rahmenbedingungen müssen dies unterstützen.

Das Gasnetz der Zukunft wird einen unterschiedlichen Mix an erneuerbaren und klimaneutralen Gasen aufweisen. Die Erdgasinfrastruktur wird weiter genutzt und trägt so dazu bei, dass geringere Investitionen in den Ausbau von Stromübertragungs- und Verteilnetzinfrastrukturen nötig sind. Das ganze Energiesystem ist stabiler, flexibler und kostengünstiger.

Klimaneutrale Gase wie blauer Wasserstoff (siehe These 2) oder klimakompensierte Gase können die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage nach dekarbonisierten Gasen füllen. Priorität hat aber die Produktion erneuerbarer Gase. Längerfristig wird diese vor allem im Ausland erfolgen, wo die Potenziale grösser und die Produktionskosten geringer sind.

Einleitung

Die Gasversorgung der Zukunft ist klimaneutral

mehr erfahren

These 1

Alle erneuerbaren Energien und deren Infrastrukturen bilden gemeinsam die Basis der Energiezukunft.

mehr erfahren

These 2

Nur mit Wasserstoff können die Klimaziele der Schweiz effizient erreicht werden.

mehr erfahren

These 3

Gas ist Baustein einer effizienten Wärmewende, nicht nur kurzfristig, sondern auch mittel- und langfristig.

mehr erfahren

These 4

Die Gasversorgung wird bis 2050 komplett CO2-neutral und unterstützt damit auch in der Industrie das Erreichen der Klimaneutralität.

mehr erfahren

These 5

Nur mit Gas lässt sich die Verkehrswende schaffen.

mehr erfahren

These 6

Nur mit Gas lässt sich die Versorgungssicherheit garantieren.

mehr erfahren

Der Weg zum Ziel

  • 30/2030-Strategie und damit verbundene Aktivitäten
  • Wasserstoff als neues, zusätzliches Schwerpunktthema
  • Sektorkopplung
  • Enge Zusammenarbeit mit Forschung, Wissenschaft und Industrie
  • Neue Markenführung
mehr erfahren