Gazenergie

11 Prozent mehr Biogas eingespeist

2019 wurde in der Schweiz (inkl. Liechtenstein) gegenüber dem Vorjahr 11% mehr Biogas ins Netz eingespeist, insgesamt knapp 409 GWh. Diese Zahlen bestätigen den Trend, dass in der Schweiz immer mehr erneuerbares Gas produziert wird.

Ziel der Schweizer Gaswirtschaft ist, bis 2030 den Anteil der erneuerbaren Gase im gasversorgten Wärmemarkt auf 30% beziehungsweise rund 5000 GWh zu erhöhen. Mit den zusätzlichen Biogas-Importen von rund 600 GWh im vergangenen Jahr konnten rund 20% dieser Zielsetzung erreicht werden. Es gibt erfreulicherweise bereits erste Städte, die dazu übergegangen sind, dem Erdgas-Standardprodukt 30% erneuerbare Gase beizumischen.

Die Schweizer Gaswirtschaft bekennt sich zum Ziel einer klimaneutralen Energieversorgung bis 2050 und verfolgt eine Dekarbonisierung der Gasversorgung. Sie tut dies zum einen mit der Förderung erneuerbarer Gase aus Biogas oder der Umwandlung von Überschuss aus erneuerbarem Strom, der mittels Power-to-Gas im Winter verfügbar gemacht werden kann.

Inzwischen gibt es in der Schweiz 38 Biogasanlagen, die direkt ins Netz einspeisen; weitere sind im Bau oder geplant. Rund ein Drittel aller gasversorgten Haushalte in der Schweiz wählt inzwischen ein Biogasprodukt oder ein Erdgasprodukt mit Biogasanteil.

Zur Förderung der Inlandproduktion verfügt die Branche seit vielen Jahren über ein eigenes Fördermodell, den Biogasfonds. Dieser Fonds, der aus einer Abgabe auf dem Gasverkauf alimentiert wird, vergibt Investitions- und Einspeisebeiträge während dreier Jahre. Für Fragen im Zusammenhang mit dem Biogasfonds steht der VSG gerne zur Verfügung.

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