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Zwei Personen sterben nach Erdbeben in Costa Rica an Herzinfarkt

Zürich, 13.11.2017

 

Nach dem starken Erdbeben vom Sonntag (Ortszeit) in Costa Rica sind zwei Menschen an einem Herzinfarkt gestorben. Berichte über weitere Opfer gab es zunächst nicht.

Bei den Toten handle es sich um eine 55 Jahre alte Frau und einen Mann unbekannten Alters. Das berichtete die örtliche Zeitung "La Nación".

Das Zentrum des Bebens mit der Stärke 6,4 lag 23 Kilometer südöstlich des Badeortes Jacó vor der Westküste Costa Ricas, wie die nationale seismologische Beobachtungsstelle mitteilte. Die Küstenregion ist vor allem bei Surfern beliebt. Eine Tsunami-Warnung wurde allerdings diesmal nicht ausgegeben.

Örtlichen Medienberichten zufolge war das Beben in weiten Teilen des Landes zu spüren. In der Hauptstadt San José wackelten Gebäude mehrere Minuten lang und in der Stadt Alajuela kam es zu Stromausfällen, wie die Zeitung "La Nación" berichtete.

Eine Augenzeugin sagte: "Wir fühlten ein Beben, es war sehr stark. Wir hatten eine lange Zeit nicht mehr so ein Beben in Jacó. Und Minuten später kam noch eins."

Panik in Fernsehstudio

Ein Zeuge des Bebens berichtete in der Zeitung, dass im Supermarkt alle Waren aus den Regalen gefallen seien. Es habe zwar keine Verletzten gegeben, dennoch sei Panik ausgebrochen. In der Stadt Alajuela kam es zu Stromausfällen.

Auch die Fernsehshow "Dancing with the Stars" war vom Beben betroffen. Während der Livesendung erschütterte der Erdstoss das Fernsehstudio und mehrere Menschen rannten in Panik hinaus.

Das Beben ereignete sich am Sonntagabend um 20.28 Uhr Ortszeit. Auf das Hauptbeben folgten in den acht Minuten darauf zwei stärkere Nachbeben der Stärken 5,1 und 4,1. Die Epizentren lagen ebenfalls im Meer. In den Stunden nach dem Beben gab es immer wieder weitere Erdstösse mit Stärken um 3,5.

Die gesamte Westküste des amerikanischen Doppelkontinents liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, der für seine seismische Aktivität bekannt ist.