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Wall Street schliesst nach Zinsentscheid uneinheitlich

Zürich, 14.06.2017

 

Die US-Notenbank Federal Reserve hat am Mittwoch den Handel an den New Yorker Börsen bestimmt. Auf die Zurückhaltung der Anleger vor der Fed-Entscheidung für eine Zinserhöhung folgte eine Berg- und Talfahrt der Kurse, die Indizes fanden keine gemeinsame Richtung.

Auf der Wall Street lasteten Abschläge bei Technologiewerten sowie enttäuschende Konjunkturdaten: Im Mai schwächte sich die Inflation ab, und die Einzelhandelsumsätze gingen zurück. Energiewerte sackten im Sog rückläufiger Ölpreise durchschnittlich um 1,8 Prozent ab. Finanztitel stützten aber den Dow Jones.

So stieg der Index der Standardwerte 0,2 Prozent auf 21.374 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gab dagegen 0,1 Prozent auf 2437 Zähler nach. Die Technologiebörse Nasdaq büsste 0,4 Prozent auf 6194 Stellen ein.

Die Währungshüter um Fed-Chefin Janet Yellen erhöhten den Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld um einen Viertelpunkt auf die neue Spanne von 1,0 bis 1,25 Prozent. Experten hatten damit gerechnet, da in den USA praktisch Vollbeschäftigung herrscht.

Die Notenbank signalisierte zudem noch einen weiteren Zinsschritt in diesem Jahr und kündigte an, mit dem Abbau ihrer in der Finanzkrise aufgeblähten Bilanz ebenfalls noch 2017 beginnen zu wollen.

Der Ausverkauf der Technologieaktien setzte sich nach einer Verschnaufpause fort: Facebook und die Google-Mutter Alphabet gaben jeweils 0,3 Prozent nach, Microsoft-Papiere büssten 0,5 Prozent ein.

H&R Block schnellten dagegen um fast acht Prozent nach oben. Die Steuerberatungsfirma hatte Geschäftszahlen über Markterwartungen vorgelegt und die Quartalsdividende angehoben.