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Vodafone gibt sich trotz Gewinnrückgang zuversichtlicher

Zürich, 16.11.2020

 

Vodafone sieht in der Corona-Krise Licht am Ende des Tunnels. Das Halbjahresergebnis unterstreiche die "gestiegene Zuversicht" für das Geschäftsjahr, teilte Firmenchef Nick Read am Montag mit.

Nach Kosteneinsparungen rechnet der britische Mobilfunkkonzern mit einem bereinigten Betriebsergebnis (Ebitda) zwischen 14,4 und 14,6 Milliarden Euro in dem im März endenden Geschäftsjahr 2020/21. Im Vorjahr waren 14,5 Milliarden Euro erzielt worden. Bisher hatte die weltweite Nummer zwei hinter China Mobile maximal erneut mit diesem Ergebnis gerechnet.

Roaming-Einnahmen fehlen

Während Europas grösster Telekomkonzern, Deutsche Telekom, in der vergangenen Woche seine Jahresprognose nach einem Ergebnissprung abermals angehoben hat und von der Fusion seiner US-Tochter T-Mobile US mit Sprint profitiert, kämpft Vodafone mit fehlenden Roaming-Einnahmen durch den eingeschränkten Reiseverkehr und geringere Smartphone-Verkäufe.

Im ersten Geschäftshalbjahr per Ende September fielen die Erlöse von Vodafone um 2,3 Prozent auf 21,4 Milliarden Euro. Der bereinigte Betriebsgewinn gab um fast zwei Prozent auf 7,02 Milliarden Euro nach.

In Deutschland - dem grössten Markt von Vodafone - lief es besser. Angeschoben durch den Unitymedia-Zukauf legte der Umsatz um 15 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro zu und das bereinigte Betriebsergebnis von Vodafone Deutschland wuchs um 1,3 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Bereits Anfang kommenden Jahres will Vodafone seine milliardenschwere Funkturm-Sparte Vantage Towers mit mehr als 68'000 Türmen in Frankfurt an die Börse bringen.