Gazenergie

Verbraucherpreise in der Eurozone bleiben unter Druck

Zürich, 30.10.2020

 

Die Verbraucherpreise im Euroraum sind im Oktober im Jahresvergleich erneut gefallen. Gegenüber dem Vorjahresmonat seien sie um 0,3 Prozent gesunken, teilte das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg laut einer ersten Schätzung mit. Im Vormonat waren sie ebenfalls in dieser Höhe gefallen. Volkswirte hatten die Entwicklung erwartet.

Rückläufig waren vor allem die Preise für Energie. Sie lagen 8,4 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Industriell gefertigte Waren kosteten 0,1 Prozent weniger. Dagegen waren Dienstleistungen 0,4 Prozent teurer. Lebens- und Genussmittel verteuerten sich mit 2,0 Prozent am stärksten.

Die Kerninflationsrate ohne Lebensmittel und Energie verharrte auf dem Rekordtief von 0,2 Prozent. Diese Rate gilt unter Fachleuten als aussagekräftige Grösse für den allgemeinen Preistrend.

Das mittelfristige Preisziel von knapp zwei Prozent, das die Europäische Zentralbank (EZB) anstrebt, bleibt ausser der Reichweite. Die EZB hat am Donnerstag weitere Lockerungsschritte für ihre nächste Zinssitzung im Dezember signalisiert.