Gazenergie

US-Inflation zieht vor Fed-Zinsentscheid an

Zürich, 13.12.2017

 

Der Inflationsdruck in den USA hat im November zugenommen. Angetrieben von steigenden Kosten für Benzin legten die Konsumentenpreise um 2,2 Prozent zum Vorjahresmonat zu, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch mitteilte. Im Oktober lag die Teuerung noch bei 2,0 Prozent.

Die US-Notenbank Federal Reserve, die im Laufe des Tages über die Zinsen entscheidet, soll Vollbeschäftigung und stabile Preise garantieren. Das erste Ziel kann sie abhaken, bei den Preisen ist sie jedoch noch nicht soweit.

Denn die Währungshüter achten besonders auf die Preisveränderungen bei persönlichen Konsumausgaben (PCE), wobei Energie- und Nahrungsmittelkosten aussen vor bleiben. Sie streben eine Teuerung von 2,0 Prozent an, verfehlen dieses Ziel jedoch bereits seit fast fünfeinhalb Jahren.

Dennoch dürfte die Fed am Abend (20.00 Uhr MEZ) die Zinsen zum dritten Mal im laufenden Jahr anheben, zumal sie auf mittlere Sicht mit einer anziehenden Inflation rechnet. Zuletzt hatte sie den geldpolitischen Schlüsselsatz im Juni auf die Spanne von 1,0 bis 1,25 Prozent angehoben. Nun wird sie ihn voraussichtlich um einen weiteren Viertelpunkt erhöhen.