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Theater Chur mit schwarzer Null und stabilem Publikumsaufmarsch

Zürich, 05.12.2017

 

Das Theater Chur hat die Spielzeit 2016/17 mit einer schwarzen Null in der Rechnung beendet. Rund 20'000 Besucherinnen und Besucher schauten sich insgesamt 174 Veranstaltungen an. Der Publikumsaufmarsch war etwas geringer als im Vorjahr.

"Idee Europa": das war im Theater Chur das Thema, welches die abgelaufene Spielzeit überspannte. 134 der total 174 Veranstaltungen wurden vom Theater selbst gestaltet. Und 20 der eigenen Vorstellungen waren koproduziert worden.

Wie das Theater am Dienstag weiter über den Saisonabschluss informierte, konnte die Gesamtauslastung der Spielstätte von 77 auf 78 Prozent gesteigert werden. Die Zahl der Eintritte unterschritt mit 20'039 jene des Vorjahres, als 21'071 Besucherinnen und Besucher registriert wurden.

Den Publikumsrückgang erklärt Theater-Direktorin Ute Haferburg in ihrem Saisonrückblick damit, dass zahlreiche Vorstellungen mit nur wenigen Zuschauerplätzen aufgeführt worden seien, zum Beispiel in einem Theaterbus.

Kleine Gagen

Die im Vergleich mit anderen Schweizer Koproduktions- und Gastspielbühnen eher bescheidenen Mittel würden höchst effizient eingesetzt, heisst es im Geschäftsbericht. Dennoch dürfe das überwiegend niedrige Gagen- und Koproduktionskostenniveau in der freien Theaterszene nicht schöngeredet werden.

Das Kostendach des Theaters Chur sei sehr dünn, die Betriebskosten seien nicht weiter reduzierbar. Wegen fehlender Gebäudeisolierung und einer Energieteuerung stiegen Heizungs- und Stromkosten kontinuierlich an, so das Theaterdirektorium weiter.

Ausserdem seien Lohnanpassungen dringend nötig. Das Theater schreibt von "faktischen Niedriglöhnen beim Personal". Mit den derzeitigen Basissubventionen sei dies allerdings nicht möglich.