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Swiss Re schätzt weltweite Schäden 2017 auf 306 Milliarden Dollar

Zürich, 20.12.2017

 

Die Hurrikansaison in den USA hat die Schadenkosten 2017 in die Höhe schiessen lassen. Der Rückversicherer Swiss Re schätzt die gesamtwirtschaftlichen Schäden im zu Ende gehenden Jahr auf 306 Milliarden Dollar, nach 188 Milliarden Dollar 2016.

Auch gegenüber dem Jahresdurchschnitt der vergangenen zehn Jahre von 190 Milliarden Dollar ist das deutlich mehr. Allerdings sind nicht alle der entstandenen Schäden versichert.

Die Schäden dürften die Versicherer etwa 136 Milliarden Dollar kosten, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Sigma-Studie von Swiss Re hervorgeht. Das sei der dritthöchste Wert der Sigma-Statistik, hält der Rückversicherer fest.

5 Milliarden Dollar der versicherten Schäden gehen auf von Menschen verursachte Katastrophen zurück. 131 Milliarden Dollar entfielen auf Naturkatastrophen, wozu Swiss Re auch Waldbrände zählt. Hauptursache für diese Schäden waren die extremen Wetterereignisse in den USA in der zweiten Jahreshälfte.

Die Hurrikane Harvey, Irma und Maria richteten Zerstörungen von der texanischen Küste über das westliche Florida bis in die Karibik an. Die wirtschaftlichen Schäden dieser drei Ereignisse dürften aufgrund der meist unversicherten Überschwemmungsschweden, eines längeren Stromausfalls in Puerto Rico und dem Anstieg der Preise bei Beseitigung der Schäden höher ausfallen, schreibt Swiss Re.

Die hohen Schadenkosten der Hurrikane hatten Swiss Re in den ersten neun Monaten in die roten Zahlen gerissen. Der Rückversicherer erwartet aber, dass diese ein Ende des Preisdrucks bedeuten. Auch bei anderen Versichern wie bei Europas grösstem Versicherungskonzern Allianz oder dem weltgrössten Rückversicherer Munich Re hinterliess die Wirbelsturm-Serie deutliche Spuren im Ergebnis.

Insgesamt fielen den Katastrophen 2017 weltweit rund 11'000 Menschenleben oder Vermisste zum Opfer - etwa ähnlich viele wie 2016.