Gazenergie

Südschneiser wehren sich vor Bundesgericht gegen Schnellabrollwege

Zürich, 01.12.2017

 

Der Verein "Flugschneise Süd - NEIN" (VFSN) wehrt sich vor Bundesgericht gegen Schnellabrollwege am Flughafen Zürich. Der Verein hat das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts weitergezogen.

Der Lärmbelastung zulasten der Bevölkerung werde im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts praktisch keine Beachtung geschenkt, schreibt der VFSN in einer Mitteilung vom Freitag. Stattdessen werde in einseitiger Weise dem wirtschaftlichen Ausbau des Flughafens als Hub Rechnung getragen.

Der VFSN hat die Beschwerde am Donnerstag eingereicht. Neben dem VFSN sind auch die "IG pro zürich 12" und die "Stiftung gegen den Fluglärm" daran beteiligt.

Die Flughafen Zürich AG hatte im Herbst 2013 beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) ein Gesuch für je zwei Schnellabrollwege auf den Pisten 28 und 34 gestellt. Mit Hilfe der Abrollwege können die Flugzeuge die Pisten schneller verlassen.

Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) genehmigte zwar den Plan, 16 Gemeinden und drei Fluglärm-Vereinigungen reichten aber dagegen Beschwerden ein - sie befürchten mehr Flugbewegungen.

Das Bundesverwaltungsgericht hielt in seinem Ende Oktober veröffentlichten Urteil fest, dass die Grundlagen für die Genehmigung im dafür notwendigen Objektblatt des so genannten Sachplans Infrastruktur Luftfahrt (SIL) ausreichend seien.

Das UVEK hatte im September 2007 bereits einmal den Bau der Schnellabrollwege erlaubt. Der VFSN war auch damals bis ans Bundesgericht gelangt. Das Bundesgericht hob die Genehmigung auf, weil der SIL noch nicht aktualisiert vorlag. Ein erneuter Weiterzug sei deshalb die konsequente Weiterführung der VFSN-Politik, heisst es in der Mitteilung weiter.