Gazenergie

Stadt Zug will mit Abwrackprämie Ölheizungen verschwinden lassen

Zürich, 08.01.2018

 

Immer noch werden in Zug oft alte durch neue Ölheizungen ersetzt - obwohl die Stadt sich verpflichtet hat, die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft zu erreichen. Mit einer so genannten Abwrackprämie sollen in diesem Jahr Personen belohnt werden, die sich für ein Heizsystem mit erneuerbaren Energien entscheiden.

Noch sind in der Stadt Zug über 1000 Ölheizungen in Betrieb. Viele davon seien mehr als 20 Jahre alt und würden wohl in den nächsten Jahren ersetzt, heisst es in einer Mitteilung vom Montag. Zu oft seien aber in der vergangenen Zeit alte Ölheizungen einfach wieder durch neue ausgetauscht worden.

"Fossile Rohstoffe werden zu kostbar, um sie zu verheizen", wird Urs Raschle, Vorsteher des Departements Sicherheit, Umwelt und Soziales zitiert. Die allgemeinen Kosten des Klimawandels würden zudem immer grösser. "Was auf den ersten Blick als einfach und günstig erscheint, kann auf lange Sicht teuer werden."

Deshalb sollen 2018 in der Stadt Zug vorerst 20 Eigentümer von alten Ölheizungen in den Genuss einer zusätzlichen Abwrackprämie kommen, wenn sie sich für ein Heizsystem entscheiden, das mit erneuerbarer Energie betrieben wird. Ist die alte Heizung 20-jährig und nicht grösser als 40 Kilowatt, werden 5000 Franken in Aussicht gestellt.

Auch beim Verkehr will die Stadt die fossilen Treibstoffe reduzieren, indem sie die Elektromobilität fördert. Dabei sollen 2018 Infrastrukturlösungen für mehrere Ladestationen unterstützt werden - vor allem Mehrfamilienhäuser mit mehreren Parkplätzen und Tiefgaragen sollen davon profitieren.