Gazenergie

Stadt Zürich muss umweltschonende Ernährung fördern

Zürich, 26.11.2017

 

Die Stadt Zürich muss künftig die umweltschonende Ernährung fördern sowie über den Einfluss der Ernährung auf das globale Klima informieren. Die Stadtzürcher Stimmberechtigten haben am Sonntag einer Änderung der Gemeindeordnung mit einem Ja-Stimmenanteil von 60,0 Prozent zugestimmt.

Damit wird der Artikel zur Erreichung der 2000-Watt-Gesellschaft in der Gemeindeordnung der Stadt Zürich mit einer weiteren Ziffer ergänzt: Mit 35'830 Ja- zu 23'908 Nein-Stimmen sprachen sich die Stimmberechtigten für den Gegenvorschlag der Veganer-Initiative "Nachhaltige und faire Ernährung" aus. Die Stimmbeteiligung lag bei 27,3 Prozent.

Die Initianten der Denkfabrik Sentience Politics wollten mit ihrer Initiative weiter gehen: Sie hatten unter anderem ein tägliches veganes Menü in sämtlichen städtischen Betrieben und Institutionen gefordert sowie die Auflage für Veranstaltungen, dass vegane Speisen angeboten werden müssen.

Zugunsten des Gegenvorschlags zogen sie im April 2017 ihre Initiative zurück. Die Denkfabrik hatte ähnliche Initiativen auch in Basel-Stadt und Luzern eingereicht, die noch hängig sind.

Sentience Politics nehme die Zustimmung zum Gegenvorschlag "mit grosser Freude zur Kenntnis", heisst es in einer Mitteilung vom Sonntag. Dies sei eine weitere Bestätigung auf dem Weg von Zürich zur 2000-Watt-Gesellschaft. Mit der zusätzlichen Ziffer werde der Grundstein gelegt, um in Zürich eine umweltfreundliche, pflanzliche und faire Ernährung zu fördern.

Reorganisation der Schulbehörden

Ebenfalls wegen einer Änderung an der Gemeindeordnung mussten die Stadtzürcher Stimmberechtigten über eine Reorganisation der Schulbehörden befinden: Mit dieser wird die gesamtstädtische Führung der Volksschule der Stadt Zürich vereinheitlicht.

Dazu wird unter anderem die Schulkommission, die für die Sonderschulen und weitere gesamtstädtische sonderpädagogische Angebote zuständig ist, aufgelöst. Die Gemeindeordnung wird entsprechend angepasst.

Die Reorganisation wurde mit 72,3 Prozent gutgeheissen. 42'876 Stadtzürcher legten ein Ja in die Urne, 16'407 wehrten sich gegen die Änderungen.

Wie bereits vor zwei Monaten segneten die Stadtzürcher auch diesen Sonntag einen 200-Millionen-Franken-Kredit für das Elektrizitätswerk (ewz) ab und zwar mit einem Ja-Stimmenanteil von 72,9 Prozent.

Ging es am 24. September um die Produktion von erneuerbarer Energie, war es diesmal ein Rahmenkredit für Energiedienstleistungen. Für den Rahmenkredit waren 44'855, 16'678 lehnten ihn ab.

Ersatzneubauten für Altersheim und Schulhaus

Ebenfalls Ja sagten die Stadtzürcher Stimmberechtigten zu einem Ersatzneubau für das Alterszentrum Mathysweg in Albisrieden. Der Objektkredit von 63,25 Millionen Franken wurde mit einem Ja-Stimmenanteil von 91,3 Prozent angenommen. 56'735 legten ein Ja in die Urne, nur 5404 waren gegen die Vorlage.

Das Alterszentrum Mathysweg wird nun abgerissen und am gleichen Ort ein Ersatzneubau erstellt. Das neue Alterszentrum soll 2021 seinen Betrieb aufnehmen. Während der Bauzeit werden die Bewohnerinnen und Bewohner ins temporäre Alterszentrum Triemli umziehen.

Auch der Ersatzneubau eines Sekundarschulhauses mit Dreifachsporthalle sowie Ausbauten in den Hauptgebäuden der Schulanlage Hofacker im Quartier Hirslanden wurde mit einem Ja-Stimmenanteil von 81,7 Prozent bewilligt. 50'502 stimmten dem Objektkredit von 33,8 Millionen Franken zu, 11'305 lehnten ihn ab.

Der Bezug des Ersatzneubaus ist für 2021 vorgesehen. Die bestehenden Bauten sollen bis Sommer 2022 fertig saniert sein.