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Schnee und Eis machen in weiten Teilen Europas Probleme

Zürich, 11.12.2017

 

Winterwetter hat am Montag in weiten Teilen Europas Probleme verursacht. Betroffen war in erster Linie der Verkehr.

In Grossbritannien sorgten Schnee und Eis haben erneut für Behinderungen im Verkehr. Am Flughafen London Heathrow, dem grössten in Europa, mussten Dutzende Flüge gestrichen werden. Medienberichten zufolge sassen dort Tausende Passagiere fest.

Schon am Sonntag hatte es in weiten Teilen Grossbritanniens ungewöhnlich stark geschneit. In Wales wurden bis zu 30 Zentimeter gemessen. Vielerorts hatte sich der Schnee in der Nacht zum Montag in Eis verwandelt. Auch auf Strassen und im Bahnverkehr kam es teilweise zu Behinderungen. Hunderte Schulen im Land blieben am Montag geschlossen. Tausende Haushalte hatten keinen Strom.

In Frankreich fielen bei mehr als 100'000 Kunden wegen eines Sturms der Strom aus. Betroffen sei vor allem die Loire-Region, aber auch der Norden des Landes, teilte der Netzbetreibers Enedis am Montag. Der französische Wetterdienst Météo France hatte für Gebiete in West- und Zentralfrankreich eine Warnung vor Windböen von bis zu 120 Kilometern pro Stunde herausgegeben.

Zuhause bleiben

In den Niederlanden bildeten sich wegen heftigen Schneefalls am Montag Staus auf den Autobahnen. Hunderte Züge und Flüge wurden gestrichen. Das niederländische Meteorologische Institut riet Bürgern, zu Hause zu bleiben. Für grosse Teile des Landes wurde die höchste Stufe des Wetteralarms verhängt.

Der regionale Flughafen Eindhoven musste für mehrere Stunden komplett schliessen. Die niederländische Fluggesellschaft KLM strich mehr als 300 Flüge. Das Verkehrsministerium warnte vor "sehr gefährlichen Verhältnissen" auf den Strassen. An Schulen und Universitäten fiel der Unterricht aus.

Im Nordwesten Belgiens staute sich auf mehr als 1000 Kilometern Strasse der Verkehr oder ging nur noch im Schneckentempo voran. Der Flughafen Brüssel riet Passagieren gegen Mittag, bis auf weiteres gar nicht erst zum Airport aufzubrechen, weil nach starkem Regen und Schneegestöber viele Flüge abgesagt worden seien. Mindestens 50 Verbindungen wurden gestrichen und mindestens 90 waren verspätet.

In Brüssel sperrten die Behörden am Vormittag die Innenstadt-Tunnel wegen vereister Zufahrten. "Autos stecken am Eingang der Tunnel fest, deshalb haben wir sie geschlossen", so die Verkehrsplanungszentrale. Der Busverkehr in der belgischen Hauptstadt kämpfte mit Verspätungen.

In norditalienischen Städten wie Turin, Mailand und selbst in Venedig fiel der erste Schnee des Winters. Vor allem in Ligurien machte das Wetter Probleme. Dort blieb ein Zug mit rund 400 Menschen auf dem Weg von Mailand nach Frankreich stundenlang liegen.