Gazenergie

Saudi-Arabien: G20 muss die Corona-Pandemie gemeinsam bewältigen

Zürich, 21.11.2020

 

Zum Auftakt des G20-Gipfels hat Gastgeber Saudi-Arabien gemeinsame Anstrengungen der führenden Industrie- und Schwellenländer bei der Bewältigung der Corona-Pandemie angemahnt. "Wir haben eine Pflicht, uns der Herausforderung bei diesem Gipfel gemeinsam zu stellen und eine starke Botschaft der Hoffnung zu geben", sagte Saudi-Arabiens König Salman in einer Videoschalte am Samstag. "Unsere Völker und unsere Wirtschaften leiden immer noch unter diesem Schock. Aber wir werden unser Bestes tun, um diese Krise durch internationale Zusammenarbeit zu überstehen."

Der G20-Gipfel war eigentlich in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad geplant, wegen der Corona-Pandemie findet er nun aber nur virtuell statt. In der Schalte am Samstag waren unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel, US-Präsident Donald Trump, Russlands Präsident Wladimir Putin, Chinas Staatschef Xi Jinping und UN-Generalsekretär António Guterres zu sehen. An einem Tisch neben König Salman sass der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman, der faktische Herrscher Saudi-Arabiens.

"Es ist ein ausserordentliches Jahr gewesen", sagte der sichtlich altersschwache König Salman, der im kommenden Monat 85 Jahre alt wird. "Die Covid-19-Pandemie war ein beispielloser Schock, der die gesamte Welt in kurzer Zeit beeinträchtigt und dabei wirtschaftliche und soziale Verluste verursacht hat."

Die Länder müssten nun gemeinsam daran arbeiten, Impfstoffe gegen das Coronavirus sowie Behandlungsmassnahmen zu entwickeln. Diese Werkzeuge müssten "allen Menschen" zur Verfügung stehen. "Wir müssen die Weltwirtschaft weiter unterstützen", sagte König Salman ausserdem. Grenzen müssten für den Handeln und den Personenverkehr wieder geöffnet werden. Zugleich müssten sich die Staaten besser auf künftige Pandemien vorbereiten.

Mit Blick auf weitere Themen des Gipfels sprach der Monarch unter anderem auch die Kreislaufwirtschaft an - ein wichtiges Instrument in der Klimapolitik. Energiesysteme müssten "sauberer und günstiger" werden, sagte König Salman. "Wir müssen die internationale Gemeinschaft dabei anführen, unsere Umwelt zu erhalten und zu schützen."

Das zweitägige Gipfeltreffen endet am Sonntag. Gemeinsam repräsentieren die Mitglieder der G20 mehr als 85 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung und zwei Drittel der Weltbevölkerung.