Gazenergie

Produzentenpreis-Index bleibt im Oktober stabil

Zürich, 13.11.2020

 

Die Schweizer Produzentenpreise sind im Oktober gegenüber dem Vormonat stabil geblieben. Konkret verharrte der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise (PPI) genau auf dem Stand vom September bei 98,0 Punkten, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mitteilte.

Betrachtet man den Subindex Produzentenpreise, so legte dieser gegenüber dem Vormonat ganz leicht zu (+0,1%). Für den Anstieg seien höhere Preise für Maschinen und Uhren verantwortlich, schrieb das BFS.

Teurer wurden auch Gemüse, Kartoffeln, Metallprodukte und Stahl. Tiefere Preise gegenüber dem September 2020 habe man dafür im Importpreisindex (-0,2%) für Mineralölprodukte sowie Erdöl und Erdgas registriert.

Starker Rückgang auf Jahressicht

Auf Jahressicht gesehen fiel das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten im Berichtsmonat um 2,9 Prozent zurück. Hauptverantwortlich dafür war der um 5,6 Prozent nachgebende Importpreisindex, der sich hauptsächlich wegen der markant tieferen Preise für die Mineralölprodukte zurückbildete. Der Produzentenpreisindex sank derweil um 1,6 Prozent.

Ab Beginn der Corona-Pandemie war beim Gesamtindex ein deutlicher Rückgang der Jahreswerte zu beobachten. Im Januar hatte er bei -1,0 Prozent gelegen, ehe er bis im Mai bis auf -4,5 Prozent gesunken war. Seither hat sich die Jahresrate wieder etwas erholt. Zuletzt hatte der PPI im Dezember 2019 mit +0,6 Prozent eine positive Jahresveränderung gezeigt.

Der PPI gilt als Vorlaufindikator für die Entwicklung der Konsumentenpreise, da die Kosten der Produktion normalerweise auf die Konsumentenpreise abgewälzt werden. Er hat allerdings deutlich höhere Ausschläge bzw. ist aufgrund der hohen Abhängigkeit von Rohstoffen viel volatiler.