Gazenergie

Netzgebühren für Engadiner Kraftwerke mehrfach abgesichert

Zürich, 11.11.2020

 

Die Engadiner Kraftwerke (EKW) dürfen Netzgebühren verlangen, wenn Konzessionsgemeinden von ihnen den Strom bei einem anderen Produzenten beziehen. Dieser Grundsatz ist nun gleich dreifach abgesichert.

Wie die Kraftwerke in Zernez am Mittwoch mitteilten, befasste sich als dritte Instanz das Bundesgericht mit der Frage, ob eine Gebührenerhebung rechtens sei, wenn Konzessionsgemeinden die Energie andernorts einkaufen. Und das Bundesgericht bejahte diese Frage wie zuvor das Bundesverwaltungsgericht und die Eidgenössische Elektrizitätskommission.

Bei den Engadiner Kraftwerken geht es gemäss früheren Angaben um Gebühren in der Grössenordnung von zwei bis drei Millionen Franken. Denn die Kraftwerke sind verpflichtet, die Gemeinden im Konzessionsgebiet mit Energie zu beliefern. Diese Energie ist laut EKW-Angaben teilweise gratis, teilweise zu günstigen Konditionen zu liefern.

Stromkauf während Jahren bei den BKW

Aktuell war die Grundsatzfrage gestellt geworden, weil die Konzessionsgemeinden, namentlich Zernez, Scuol und Valsot, von 2014 bis 2019 den Strom hauptsächlich von den Bernischen Kraftwerken (BKW) bezogen, einer Aktionärin der Engadiner Kraftwerke. Das änderte sich Anfang 2020, als die Gemeinden zurückkehrten und wieder Elektrizität bei den EKW kauften.

Dadurch hat der Entscheid in der Grundsatzfrage der Gebührenerhebung derzeit keine wirkliche Bedeutung. Die Kraftwerke zeigten sich in der Mitteilung vom Mittwoch aber erleichtert darüber, "dass nun diese seit Jahren offene Frage abschliessend geklärt werden konnte".