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Luftverkehr normalisiert sich nach British-Airways-Computerpanne

Zürich, 29.05.2017

 

British Airways (BA) steuert nach vielen Flugausfällen wegen einer Computerpanne am Wochenende langsam auf den Normalbetrieb zu. An den Flughäfen Zürich und Genf gab es am Montag abgesehen von den ersten Flügen am Morgen keine Ausfälle.

Am Montag sollen alle Überseeflüge vom Londoner Heimatflughafen Heathrow starten, wie British Airways mitteilte. Jedoch fielen einige Kurzstreckenverbindungen aus. Insgesamt müssten am Montag nur fünf Prozent der Flüge annulliert werden, sagte British-Airways-Chef Alex Cruz.

Am Flughafen London-Heathrow, dem mit 76 Millionen Passagieren grössten europäischen Airport, war das Chaos immer noch gross. Viele Fluggäste, die an dem Drehkreuz strandeten, hatten ihre Koffer bereits aufgegeben. Man werde versuchen, das Gepäck wieder an die Besitzer zu liefern, doch könnte das Ganze einige Zeit dauern, erklärte die Fluglinie. Der Betrieb am kleineren London-Airport Gatwick lief wieder normal.

Am Sonntag hatte die Fluglinie einen Teil ihrer geplanten Flüge nach zuvor massiven Ausfällen wieder aufgenommen, hunderte Passagiere mussten aber immer noch stundenlange Verzögerungen in Kauf nehmen. Wegen eines Zusammenbruchs seiner Computersysteme hatte BA am Samstag alle Flüge am Londoner Flughafen Heathrow gestrichen.

Die Ursache des IT-Ausfalls blieb zunächst weiter unklar. British-Airways-Chef Alex Cruz hatte am Sonntag über Twitter erklärt, dass ein Problem in der Stromversorgung den Systemausfall verursacht haben könnte. Hinweise auf einen Hackerangriff gebe es nicht.

Die drittgrösste britische Gewerkschaft GMB sieht die Schuld an dem IT-Zusammenbruch bei British Airways selbst. Die Airline habe voriges Jahr erfahrene Techniker entlassen und viele Arbeiten nach Indien ausgelagert, sagte GMB-Vertreter Mick Rix. Der Ausfall sei vermeidbar gewesen. Cruz wies die Kritik zurück: Das Problem sei in Grossbritannien aufgetreten und von Angestellten vor Ort gelöst worden, sagte er dem Nachrichtensender Sky News.