Gazenergie

KVA Buchs will Kapazität verdoppeln

Zürich, 16.11.2017

 

Nach dem Scheitern eines kantonsübergreifenden Grossprojekts für eine neue Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) will die KVA Buchs AG ihre Kapazität auf das Doppelte erweitern. Die Machbarkeit wurde in einer Studie aufgezeigt, die den Vertretern der 83 Verbandsgemeinden vorgestellt wurde.

Die Pläne für eine neue Gross-KVA für die Kantone Aargau und Zürich waren Anfang November auf Eis gelegt worden, nachdem sich keine der 12 angefragten Gemeinden bereit erklärt hatte, ein Grundstück dafür bereitzustellen.

Auslöser für das Projekt war das Alter der KVA in Dietikon ZH und Turgi AG. Beide erreichen im Jahr 2030 das Ende ihrer Lebensdauer, können aber wegen Umweltschutzauflagen nicht ersetzt werden. Die KVA Limeco in Dietikon liegt genau in der Pufferzone eines Flachmoores. Die KVA in Turgi steht unmittelbar an der Limmat.

Dies eröffnet der KVA Buchs nun die Chance, ihre Kapazitäten mit Blick auf eine inneraargauische Lösung des Abfallproblems auszubauen. Eine Studie ergab, dass ein Ausbau vom Platzangebot und in logistischer Hinsicht ohne Weiteres möglich ist.

Gemäss Angaben des Zweckverbandes vom Donnerstag könnte die Kapazität der Abfallmenge auf das Doppelte erweitert werden. Derzeit werden in Buchs rund 120'000 Tonnen Abfall verbrannt und dabei Strom und Wärme erzeugt. Beim Zweckverband wartet man nun auf eine Anfrage aus Turgi.