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Keystone-SDA - Morgenlage - 7. November 2020

Zürich, 07.11.2020

 

Guten Morgen. Keystone-SDA wünscht einen guten Start in den Tag. Verantwortlicher Redaktor: Rico Kutscher (Telefon 058 909 50 50)

Schlagzeilen der Nacht

US-Wahlen I: In seiner ersten Entscheidung nach der US-Präsidentenwahl hat das Oberste Gericht der USA verfügt, dass im Bundesstaat Pennsylvania die nach Schliessung der Wahllokale eingetroffenen Stimmzettel getrennt aufbewahrt und ausgezählt werden müssen. Das macht es einfacher, sie nicht bei der endgültigen Auszählung zu berücksichtigen, wenn sie für ungültig erklärt werden sollten. Der Richter Samuel Alito traf die Eilentscheidung am Freitag auf Antrag der Republikaner. Die Behörden hatten die Stimmzettel allerdings bereits getrennt gesammelt. In dem Streit geht es um per Post verschickte Stimmzettel, die binnen drei Tagen nach dem Wahltag am 3. November eintreffen. In Pennsylvania sollen sie noch berücksichtigt werden. Die Republikaner zogen bereits ein drittes Mal vor Gericht dagegen. Vor der Wahl war das Oberste Gericht der USA nicht dagegen eingeschritten.

US-Wahlen II: US-Präsident Donald Trump ruft seine Anhänger zu Spenden für Rechtsstreitigkeiten bei der Wahl auf, will mit den Geldern aber auch Wahlkampfschulden abbezahlen - das geht allerdings erst aus dem Kleingedruckten seiner Spendenaufrufe hervor. Angesichts der drohenden Niederlage des Republikaners gegen seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden verschickt sein Wahlkampfteam Mails an Unterstützer, in denen mit wachsendem Druck um Geld gebeten wird. So heisst es in einer dieser Mails vom Freitag: "Bisher hast Du alle unsere E-Mails ignoriert, in denen Du gebeten wurdest, gemeinsam mit uns die Wahl zu verteidigen." Man solle bitte "sofort" dazu beitragen und spenden. Beim Klick auf einen Link in der Mail wird der Nutzer auf eine Internetseite geleitet, auf der es heisst: "Die Demokraten werden versuchen, diese Wahl zu stehlen! Bitte spende jetzt jeden Betrag, um die Integrität unserer Wahl zu verteidigen."

Coronavirus - Schweiz: Die Fluggesellschaft Swiss, wegen der Coronavirus-Pandemie in den roten Zahlen, spart von 2021 bis 2023 beim Kabinenpersonal. Ein entsprechendes Sparpaket habe man mit der Gewerkschaft des Kabinenpersonals (Kapers) ausgehandelt, teilte die Airline am Freitagabend mit. Die entsprechenden, befristeten Massnahmen würden den Mitgliedern der Gewerkschaft baldmöglichst zur Abstimmung vorgelegt, heisst es in dem Communiqué weiter. Der heute gültige Gesamtarbeitsvertrag zwischen Kapers und der Airline werde nach Ende der Massnahmen im Jahr 2023 dann aber bis mindestens ins Jahr 2025 weitergeführt. Das Sparpaket umfasse konkret Massnahmen zur Kostenreduktion wie zum Personalabbau. Die Mitarbeiter sollen etwa zur Frühpensionierung wie auch zur Teilzeit angeregt werden. Insgesamt werde man so eine Kostenreduktion von rund zehn Prozent erreichen. Die natürliche Fluktuation werde ausserdem zu Einsparungen von weiteren zehn Prozent führen.

 

Coronavirus - Frankreich: Frankreich hat in den vergangenen 24 Stunden mehr als 60'000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Das meldeten die französischen Gesundheitsbehörden am Freitagabend. Es handelt sich um einen Höchstwert seit Beginn der gross angelegten Tests. Innerhalb eines Tages sind zudem rund 400 Menschen in Krankenhäusern im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung verstorben. Hinzu kommen noch einmal mehr als 400 Tote in Altenheimen und Pflegeeinrichtungen. Diese Zahl wird allerdings nicht täglich erhoben.

Coronavirus - Ungarn: Ungarns Regierung will im Kampf gegen das neuartige Coronavirus auch auf russische Impfstoffe setzen. Ungarn werde im Dezember mit der Einfuhr "kleiner Mengen von Impfstoffen" aus Russland beginnen und diese in klinischen Studien testen. Dies erklärte Ungarns Aussenminister Peter Szijjarto. Lieferungen mit "grossen Mengen" von Impfstoffen sollten ab der zweiten Januarwoche folgen. Auch der rechtspopulistische Regierungschef Ungarns Viktor Orban äusserte sich ebenfalls zum Thema Impfstoff: "Wir sehen das Ende des Tunnels, wir erhalten mehr und mehr gute Nachrichten zu Impfstoffen", sagte er in einem Radio-Interview. Er fügte hinzu: "Die Menschen wollen, dass Ungarn weiterhin funktioniert, und die Wirtschaft muss ebenso geschützt werden wie das Leben."

Österreich - Slowakei: Der Attentäter von Wien ist nach Angaben der Slowakei schon früher als von Österreich berichtet als potenzieller Käufer von Kalaschnikow-Munition identifiziert worden. Das Innenministerium in Bratislava wies die Darstellung der österreichischen Behörden zurück, wonach Informationen schleppend übermittelt worden seien. Der slowakischen Polizei sei bereits am 10. September - nicht erst Mitte Oktober - von ihren österreichischen Kollegen bestätigt worden, dass auf dem slowakischen Foto von Juli der wegen Terrorismus vorbestrafte 20-Jährige erkannt worden sei. Der 20-Jährige hatte am Montagabend in Wien vier Menschen erschossen und mehr als 20 weitere Personen verletzt.

Volkswirtschaft: Die Ratingagentur Fitch hat trotz der Coronavirus-Pandemie Deutschlands Spitzenrating bestätigt. Die US-Agentur beliess die Note bei AAA mit dem Ausblick "stabil". Das Rating spiegele unter anderem die diversifizierte Wirtschaft, die starken Institutionen und stabilen öffentlichen Finanzen wider, "die eine solide politische Antwort auf den Schock der Pandemie ermöglicht haben". Fitch geht von einem Rückgang der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr von 5,7 Prozent aus, gefolgt von einem Wachstum von 4,8 Prozent im Jahr 2021 und von 3,2 Prozent im Jahr 2022. Es gebe angesichts der Bundestagswahl zwar eine gewisse politische Unsicherheit, erklärte die Agentur weiter.

Informationstechnologie: Im Wettbewerbsverfahren gegen Google hat der weltgrösste Suchmaschinenbetreiber auf einen Antrag verzichtet, die Klage fallen zu lassen. Dies ging aus US-Gerichtsunterlagen hervor. Das Unternehmen werde bis 21. Dezember zu den Vorwürfen Stellung nehmen, hiess es weiter. Das Justizministerium und elf Bundesstaaten haben Klage gegen Google mit dem Vorwurf eingereicht, das Unternehmen missbrauche seine marktbeherrschende Stellung. Die Tochter des Internetkonzerns Alphabet wird beschuldigt, bei Suchergebnissen und im Werbegeschäft Konkurrenten benachteiligt zu haben. Google wies die Vorwürfe stets zurück. Es dürfte sich um das grösste Wettbewerbsverfahren in den USA seit mehr als 20 Jahren handeln.

Unwetter: In dem von schweren Unwettern getroffenen Guatemala werden Dutzende Todesopfer befürchtet - darunter allein 100 in einem Dorf, das von einem Erdrutsch begraben wurde. "In diesem Moment rechnen wir (...) nach nicht offiziellen Zahlen damit, dass mehr oder weniger 150 Tote zu verzeichnen sind", sagte der Präsident des mittelamerikanischen Landes, Alejandro Giammattei, in einer Pressekonferenz. Das Militär habe grosse Probleme gehabt, in einige abgeschnittene Gebiete des Landes vorzudringen. Dennoch seien schon Rettungskräfte in Quejá, einem Teil der Ortschaft San Cristóbal Verapaz, angekommen, um nach Opfern des Erdrutsches zu suchen. Das Militär schätzte, dass dort rund 150 Häuser verschüttet wurden.

Auszeichnungen: Der erste Preis des Wettbewerbs "Constructive Alps" geht 2020 an das Landwirtschaftliche Zentrum Salez im Kanton St. Gallen. Den Preis für nachhaltiges Bauen und Sanieren haben die Schweiz und Liechtenstein am Freitag verliehen. Den zweiten Preis hat die Jury in das vorarlbergische Reuthe vergeben, an die Montagehalle der Zimmerei und Tischlerei Kaufmann. Der dritte Preis ist in den Kanton Glarus gegangen, an das Berggasthaus Ortsstockhaus in Braunwald, wie das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) am Freitag mitteilte.

Auktionen: Das Auktionshaus Sotheby's ist wegen mutmasslicher Steuertricks eines Stammkunden ins Visier der Ermittlungsbehörden geraten. Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James reichte am Freitag (Ortszeit) Klage gegen das Traditionshaus ein, das sie der Beihilfe zur Steuerhinterziehung beschuldigt. Demnach soll Sotheby's es dem Kunden ermöglicht haben, sich gegenüber den Finanzbehörden als Kunsthändler statt als -sammler darzustellen. So habe er mit bestimmten Bescheinigungen Millionen an Mehrwertsteuer umgehen können, erklärt James weiter. Sotheby's soll von dem wichtigen Kunden vier solcher Zertifikate akzeptiert haben, obwohl es erdrückende Beweise für den Kunstkauf zum Eigenbedarf gegeben habe. So sollen führende Mitarbeiter des Auktionshauses die Kunstwerke im New Yorker Apartment des Kunden besichtigt haben.

Thema des Tages

US-Wahlen: Nach den Präsidentschaftswahlen in den USA am Dienstag schaut die Welt weiterhin gespannt auf die Auszählung in den letzten verbleibenden US-Gliedstaaten. Im Rennen um das Weisse Haus zeichnet sich derweil immer deutlicher ein Wahlsieg des Demokraten Joe Biden ab: In den Schlüsselstaaten Pennsylvania und Georgia konnte der Herausforderer bei der Auszählung der Wahlzettel seine Führung ausbauen. Auch in Arizona und Nevada lag er vor Amtsinhaber Donald Trump. Wann ein endgültiges Ergebnis feststehen wird, war noch unklar. Trump zeigte indes erste öffentliche Zweifel an seiner Wiederwahl. Der Amtsinhaber beklagte am Freitagabend in einem Tweet, dass er bei der Präsidentenwahl in allen umkämpften Staaten eine "grosse Führung" gehabt habe, die dann "auf wundersame Weise verschwunden" sei. Zuvor hatte er seinen Kontrahenten aufgerufen, sich nicht zum Sieger zu erklären.

Weitere wichtige Themen

Coronavirus - Schweiz: Die Ausbreitung des Coronavirus und das Ringen um die adäquaten Coronavirus-Schutzmassnahmen halten die Schweiz auch am heutigen Samstag in Atem. Aus der Schweiz und Liechtenstein waren zuletzt dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) innerhalb 24 Stunden 9409 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Am Donnerstag waren es noch rekordhohe 10'128 Fälle gewesen. Das BAG hatte zudem am Freitag mitgeteilt, dass die Armee bereits im Kanton Genf zum Einsatz komme, weil Intensivbetten knapp und das medizinische Personal am Limit seien. Doch während einerseits vom Bund und Kantonen immer wieder neue Coronavirus-Massnahmen verhängt werden, sind andererseits nicht alle Einwohner mit diesem Vorgehen einverstanden. In Basel gehen daher am heutigen Samstag ab 13.00 Uhr einige Bürgerinnen und Bürger bei einer Demonstration gegen die Coronavirus-Schutzmassnahmen auf die Strasse.

Jugendsession: Die Jugendsession war in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden - doch die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) als Organisatorin der Jugendsession wollte dem Coronavirus nicht so schnell weichen. Anstelle des eigentlichen Anlasses gibt es daher am heutigen Samstag eine digitale Jugendsession mit Bundesratspräsidentin Simonetta Sommaruga und Ständeratspräsident Hans Stöckli. Dieser Online-Anlass findet ab 9.00 Uhr mit einer Fragestunde statt.

Brexit: Im Ringen zwischen der EU und Grossbritannien um ein künftiges Handelsabkommen will EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am heutigen Samstag eine Bestandsaufnahme mit dem britischen Premierminister Boris Johnson machen. Das Telefonat zum Stand der derzeit in einer Sackgasse steckenden Verhandlungen soll am Samstagnachmittag stattfinden. Es ist das dritte Telefonat der Kommissionschefin mit Johnson seit der Intensivierung der Verhandlungen über die künftigen Beziehungen zwischen der EU und Grossbritannien nach dem Brexit. In den vergangenen zwei Wochen hatten beide Seiten intensiv verhandelt, ohne einen Durchbruch zu erzielen. In mehreren Punkten, darunter die künftigen Fischereirechte, sind beide Seiten noch weit voneinander entfernt. Ein "No Deal"-Szenario rückt damit näher. Aus Diplomatenkreisen in London hiess es, die formellen Gespräche würden am heutigen Sonntag zudem fortgesetzt. Grossbritannien war zum 1. Februar aus der EU ausgetreten. Bis Jahresende bleibt es aber noch im EU-Binnenmarkt und der Zollunion. Diese Übergangsphase wollten beide Seiten eigentlich nutzen, um ein Handelsabkommen auszuhandeln.

Frankreich: In der südfranzösischen Küstenstadt Nizza wird am heutigen Samstag der drei Todesopfer des Anschlags in einer Kirche vor gut einer Woche gedacht. Zu der nationalen Trauerfeier wird auch Frankreichs Regierungschef Jean Castex gegen 10.30 Uhr erwartet. Eine Rede von Castex gegen ist für 12.00 Uhr geplant. Die Familien der drei Getöteten sind ebenfalls eingeladen. Am Donnerstag vergangener Woche hatte ein 29-jähriger Tunesier zwei Frauen und einen Mann in der Basilika von Nizza brutal mit einem Messer ermordet. Bei seiner Festnahme rief er mehrfach "Allahu Akbar" (Gott ist gross). Die französische Regierung geht deshalb von einem "islamistischen Terroranschlag" aus. Seitdem gilt in Frankreich die höchste Terror-Warnstufe.

Coronavirus - Slowakei: Die Slowakei setzt an diesem Wochenende ihre landesweiten Coronavirus-Massentests fort. Nach dem Plan der Regierung in Bratislava soll ein grosser Teil der 5,5 Millionen Einwohner des Landes ein zweites Mal einem Antigen-Schnelltest unterzogen werden. Zur Testung aufgerufen sind alle über zehn Jahre alten Bewohner, sowohl Inländer wie auch Ausländer. Die Teilnahme an der beispiellosen Aktion ist formell freiwillig. Ab Montag fallen aber alle, die kein negatives Testergebnis vorweisen können, unter eine rigorose Ausgangssperre. Nicht einmal der Weg zur Arbeit ist ihnen erlaubt. Über 65 Jahre alten Personen empfiehlt die Regierung, nicht zum Test zu gehen, sondern für die Dauer der Pandemie lieber ganz zu Hause zu bleiben. In einer ersten Runde am vergangenen Wochenende hatten sich über 3,6 Millionen Menschen auf das Coronavirus testen lassen.

Coronavirus - Deutschland: Rund 20'000 Menschen werden am heutigen Samstag in der deutschen Stadt Leipzig zu einer Demonstration der Initiative "Querdenken" gegen die von der deutschen Regierung und den einzelnen Bundesländern beschlossenen Coronavirus-Massnahmen erwartet. Zahlreiche Gegendemonstrationen sind angemeldet. Insgesamt sind für den Tag in der sächsischen Grossstadt 27 Demonstrationen, Versammlungen und Kundgebungen angekündigt. Die Polizei bereitet sich nach eigenen Angaben auf einen "sehr intensiven Einsatz vor, weil auf allen Seiten ein gewisses Radikalisierungspotenzial erkennbar ist".

Coronavirus - Italien: Im Rahmen der Covid-19-Bekämpfung sind in Italien am Freitag verschärfte Coronavirus-Schutzvorschriften in Kraft getreten. Die Regierung hat eine nächtliche Ausgangssperre für die 60 Millionen Bürger erlassen. In vier roten Regionen trat ein Teil-Lockdown in Kraft, der rund um die Uhr gilt. Die landesweite nächtliche Sperre gilt von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr morgens. Für den Weg zur Arbeit oder aus medizinischen Gründen sind Ausnahmen erlaubt.

Ägypten: In Ägypten findet an diesem Wochenende der zweite Teil der Parlamentswahlen statt. Abgestimmt wird am Samstag und Sonntag in 13 Provinzen, darunter auch die Hauptstadtregion. In den 14 übrigen Provinzen des Landes war der Urnengang Ende Oktober abgehalten worden. Nach Stichwahlen im November wird das Ergebnis dann am 14. Dezember erwartet. Als wichtigen Gradmesser für den Rückhalt der Regierung in der Bevölkerung bewerten Beobachter die Wahlbeteiligung. Es wird mit einem eindeutigen Sieg des Lagers von Präsident Abdel Fattah al-Sisi gerechnet. Rund 4000 mehrheitlich dem al-Sisi-Lager nahestehende Kandidaten bewerben sich auf 284 der insgesamt 596 Sitze im Kairoer Unterhaus. Für 284 weitere Sitze kandidieren acht Parteilisten. Die 33 übrigen Parlamentssitze werden direkt durch al-Sisi besetzt. Kritiker sehen in dem Parlament eine demokratische Fassade für den Präsidenten, der seit seinem Amtsantritt 2014 mit harter Hand gegen Oppositionelle vorgeht.

Luftverkehr: Nach 60 Jahren starten an diesem Samstag die letzten Linienmaschinen vom Berliner Flughafen Tegel. Der Innenstadtflughafen geht zugunsten des neuen Hauptstadtflughafens Deutschlands vom Netz. Samstag ist der letzte reguläre Betriebstag und der letzte Umzugstag zum BER. Unter anderem verabschiedet sich die Lufthansa. Offiziell geschlossen wird der Flughafen mit dem Kürzel TXL am Sonntag. Der Luftverkehr der deutschen Hauptstadt ist dann am Standort Schönefeld konzentriert. An diesem Samstag werden auf der Besucherterrasse des Tegeler Flughafens noch einmal hunderte Gäste erwartet. Eintrittskarten dafür gibt es aber keine mehr.

Fussball I: Kommt der FC Luzern am heutigen Samstag im sechsten Meisterschaftseinsatz endlich zum ersten Sieg? Ab 19.00 Uhr messen sich die Zentralschweizer im Letzigrund mit dem gefestigten FC Zürich. Die Zürcher, die sich nach zwei Niederlagen und einem Remis zum Saisonstart der Fussball Super League von Trainer Ludovic Magnin getrennt haben, konnten unter Nachfolger Massimo Rizzo zuletzt zwei Mal gewinnen. In der Westschweiz kommt es am heutigen Samstag zwischen Lausanne-Sport und dem FC Lugano zum Duell zweier noch ungeschlagener Teams. Der Aufsteiger aus Lausanne strebt im dritten Heimspiel der Saison den dritten Sieg an.

Fussball II: Der deutsche Fussball-Klassiker zwischen Borussia Dortmund und Bayern München steht am heutigen Samstag im Mittelpunkt des 7. Spieltages der deutschen Fussball-Bundesliga. Der Tabellenzweite empfängt den punktgleichen Rekordmeister und Spitzenreiter um 18.30 Uhr und hofft auf den ersten Erfolg gegen die Bayern seit zwei Jahren. Während Dortmunds Trainer Lucien Favre um den Einsatz des angeschlagenen Abwehrchefs Mats Hummels bangt, fehlt beim Champions-League-Sieger Defensivspezialist Niklas Süle nach einem positiven Coronavirus-Test.

Jahrestage und Jubiläen

Vor 10 Jahren (2010) ... wurde die bisher unvollendet gebliebene Kirche "Sagrada Familia" des Architekten Antoni Gaudi von Papst Benedikt XVI. geweiht und zur Basilika erhoben.

... starb die preisgekrönte deutsch-russische Literaturübersetzerin Swetlana Geier (*26.4.1923). Einer breiteren Öffentlichkeit wurde sie durch die Neuübersetzung der grossen Romane Fjodor Dostojewskis bekannt, an der sie 20 Jahre lang gearbeitet hatte. Dank eines Lehrauftrags an der Uni Karlsruhe war Geier nicht auf ihr Einkommen als Übersetzerin angewiesen, was ihr ermöglichte, besonders sorgfältig und ohne Zeitdruck an ihren Übertragungen zu feilen.

Vor 20 Jahren (2000) ... besiegte George W. Bush bei den US-Präsidentschaftswahlen Al Gore.

... wurde Hillary Clinton als erste Ex-First-Lady in den US-Senat gewählt.

Vor 40 Jahren (1980) ... starb der US-Schauspieler Steve McQueen ("The Magnificent Seven", "The Great Escape", "Papillon", *24.3.1930)

Vor 50 Jahren (1970) ... wurde der Genfer Tennisspieler Marc Rosset geboren. Sein grösster Erfolg in einem Grand-Slam-Turnier-Einzel war das Erreichen des Halbfinals bei den French Open 1996. Daneben erspielte er acht Doppeltitel. Sein langjähriger Doppelpartner war sein Landsmann Jakob Hlasek, mit dem er 1992 die French Open im Doppel gewann.

Vor 70 Jahren (1950) ... wurde Thommy Thayer, seit 2002 Leadgitarrist bei Kiss, geboren.

Vor 80 Jahren (1940) ... wurde der chilenische Schriftsteller und Diplomat Antonio Skármeta ("Mit brennender Geduld", verfilmt als "Il Postino") geboren.

Vor 500 Jahren (1520) ... liess Christian II. von Dänemark im Konflikt mit den um Selbständigkeit kämpfenden Schweden die Opposition liquidieren: 94 Adlige, Bürger, Geistliche. Am 7.11. Festnahme und Verurteilung, am 8.11. Hinrichtung der Opfer. Weitere 600 Schweden wurden im Land hingerichtet, um den schwedischen Freiheitswillen zu brechen.