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Keystone-SDA - Morgenlage - 21. November 2020

Zürich, 21.11.2020

 

Guten Morgen. Keystone-SDA wünscht einen guten Start in den Tag. Verantwortlicher Redaktor: Rico Kutscher (Telefon 058 909 50 50)

Schlagzeilen der Nacht

US-Wahlen: Der Wahlsieg von Joe Biden im Bundesstaat Georgia ist offiziell bestätigt. Der zuständige Staatssekretär Brad Raffensperger habe die Ergebnisse amtlich zertifiziert, sagte Gouverneur Brian Kemp am Freitag. Das weitere Verfahren sieht nun vor, dass Kemp binnen 24 Stunden die Zahlen bestätigt und damit die 16 Wahlleute des Bundesstaates beauftragt, am 14. Dezember für Biden als Präsidenten zu stimmen. Der unterlegene Präsident Donald Trump hat danach Zeit bis inklusive Dienstag, eine Neuauszählung der Stimmen zu beantragen. Mehrere Klagen seiner Anwälte gegen die Wahlergebnisse waren in Georgia - genauso wie in mehreren anderen Bundesstaaten - vor Gericht gescheitert.

Coronavirus - Pharma: Das Mainzer Unternehmen Biontech und der amerikanische Pharmariese Pfizer haben eigenen Angaben zufolge bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für ihren Coronavirus-Impfstoff beantragt. Dies bestätigte Pfizer am Freitag (Ortszeit) bei Twitter. Falls der Wirkstoff zugelassen wird, könnten besonders gefährdete Menschen in den USA bereits Mitte bis Ende Dezember geimpft werden. Biontech und Pfizer waren die ersten westlichen Hersteller, die vielversprechende Studienergebnisse veröffentlicht haben und nun den Weg für eine Notfallzulassung bei der FDA gehen. Das Vakzin funktioniere über alle Altersgruppen und andere demografische Unterschiede hinweg ähnlich gut und zeige praktisch keine ernsten Nebenwirkungen, hatten die Firmen nach Abschluss letzter Analysen mitgeteilt. Bei einer Genehmigung der US-Behörde sei man nunmehr bereit, innerhalb weniger Stunden die Auslieferung des Vakzins zu starten, hiess es am Freitag weiter. Pfizer habe zudem bereits begonnen, Anträge bei anderen Gesundheitsbehörden weltweit einzureichen. Weitere Gesuche für Bewilligungen sollten folgen, hiess es zudem.

USA: Der gewählte US-Präsident Joe Biden und die Führung der Demokraten im Kongress haben sich für die Verabschiedung eines weiteren Coronavirus-Konjunkturpakets bis zum Jahresende ausgesprochen. Darauf hätten sich Biden, die Vorsitzende des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi und der führende Demokrat im Senat, Chuck Schumer, verständigt, hiess es in einer Erklärung des gewählten US-Präsidenten. Das Paket solle mit der Unterstützung beider Parteien noch vom aktuellen Kongress beschlossen werden, hiess es weiter. Die neue Legislaturperiode nach den Wahlen vom 3. November beginnt erst im Januar. Bis dahin können die bisherigen Abgeordneten und Senatoren weiter über Gesetze befinden, obwohl manche abgewählt wurden. Es war jedoch unklar, ob es tatsächlich zu einem Konjunkturpaket kommen würde.

Coronavirus - USA: Der Sohn des amtierenden US-Präsidenten, Donald Trump Junior, hat sich Medienberichten zufolge mit dem Coronavirus infiziert. Er habe keine Symptome und habe sich selbst in Quarantäne begeben, erklärte ein Sprecher demnach. Ein Coronavirus-Test sei bei ihm Anfang der Woche positiv ausgefallen, berichteten die Sender CBS und CNN sowie die "New York Times" unter Berufung auf den Sprecher. Der 42-Jährige hatte seinen Vater Donald Trump vor der Abstimmung am 3. November auch aktiv im Wahlkampf unterstützt. Er war in der Wahlnacht auch bei einer Party im Weissen Haus gewesen, nach der sich Medienberichten zufolge mehrere Menschen mit dem Coronavirus infiziert hatten, darunter auch Trumps Stabschef Mark Meadows. Auf Fotos war zu sehen gewesen, dass fast kein Gast eine Maske trug.

Migration: Zur Eindämmung der Migrationskrise auf den Kanaren will Spanien auf den Atlantik-Inseln provisorische Aufnahmezentren für insgesamt 7000 Menschen errichten. Diese Lager würden "schon in wenigen Wochen" zur Verfügung stehen, versprach Migrationsminister José Luis Escrivá am Freitag bei einem Besuch in Las Palmas de Gran Canaria. Sie sollen auf den Inseln Gran Canaria, Teneriffa und Fuerteventura den Angaben nach auf Grundstücken oder in Gebäuden des Verteidigungsministeriums errichtet werden. Daneben werde man auch an dem Bau "stabilerer Zentren" ebenfalls für 7000 Migranten arbeiten, erklärte Escrivá. Verkehrsminister José Luis Ábalos, der am Freitag ebenfalls Gran Canaria besuchte, versprach unterdessen mehr Mittel für den Seenotrettungsdienst.

Iran: Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben im Persischen Golf einen unter panamaischer Flagge fahrenden Öltanker festgesetzt. Der Tanker habe 300'000 Liter illegales Erdöl transportiert, sagte ein IRGC-Sprecher am Freitag. Die zehn ausländischen Besatzungsmitglieder des Tankers wurden festgenommen und der Fall wurde der Staatsanwaltschaft der Hafenstadt Parsian übergeben, so der Sprecher nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars. Wann der Tanker beschlagnahmt wurde und welche Nationalität die festgenommen Matrosen haben, wurde von dem Sprecher nicht erwähnt. Im Persischen Golf werden immer wieder Schiffe und Tanker, die nach iranischer Darstellung Erdöl in die arabischen Golfstaaten schmuggeln wollen, beschlagnahmt. Im Juli vergangenen Jahres führte die Festsetzung eines iranischen und eines britischen Tankers zu einer Debatte um Militäreinsätze zum Schutz der Handelsschifffahrt im Persischen Golf.

Auszeichnungen: Bei der Vergabe der International Emmys am Montag soll der Gouverneur des US-Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, für seine Fernsehpräsenz während der Coronavirus-Pandemie den Founders Award erhalten. Dies teilten die Veranstalter mit. Der Preis wird an Personen oder Organisationen vergeben, die kulturelle Grenzen zum Wohl der Menschlichkeit überbrücken würden, hiess es. Zu früheren Preisträgern zählen der Politiker Al Gore sowie die Hollywoodgrössen Oprah Winfrey und Steven Spielberg. Der 62-jährige Cuomo habe während der Corona-Pandemie Führungskraft gezeigt und mit seinen täglichen Pressebriefings Zuschauern in aller Welt wichtige Informationen geliefert. Cuomo soll den Preis am Montag entgegennehmen. Wegen Coronavirus findet die Gala diesmal online statt.

Estland: Estlands Bildungs- und Forschungsministerin Mailis Reps hat wegen einer Dienstwagen-Affäre ihren Rücktritt eingereicht. Der Politikerin der linksgerichteten Zentrumspartei legte ihr Amt nieder. "Ich bin unter starken Druck damit geraten, die Rolle einer Ministerin und einer Mutter in Einklang zu bringen. Ich gebe zu, dass ich Fehler gemacht habe und entschuldige mich dafür", teilte die 45-jährige auf Facebook mit. Die Boulevardzeitung "Õhtuleht" hatte zuvor aufgedeckt, dass ein Fahrer des Ministeriums mit einem Dienstwagen zuletzt wiederholt Reps' Kinder zur Schule gebracht und von dort abgeholt hatte - ohne die Ministerin.

Brände: Im Möbelhaus Mömax in der Filiale Schönbühl BE ist am Freitagabend kurz vor Ladenschliessung gegen 21.00 Uhr auf dem Dach des Gebäudes ein Brand ausgebrochen. Personen sind laut einem Communiqué der Firma keine zu Schaden gekommen. Die Kantonspolizei Bern und die Feuerwehr seien rasch vor Ort gewesen, hiess es weiter. Das Gebäude, in dem sich noch die Mömax-Mitarbeiter sowie einige wenige Kunden aufgehalten hätten, sei evakuiert worden, teilte die Firma zudem mit. Die Ursachen des Brandes sind laut der Medieninformation noch unbekannt und die Berner Kantonspolizei führt derzeit die Untersuchungen. Die betroffene Mömax-Filiale bleibe bis auf Weiteres geschlossen, schrieb die Möbelhaus-Kette obendrein. Die Behörden haben ausserdem ein Communiqué zu dem Brand in Aussicht gestellt.

Strassenverkehr: Der Gotthard-Tunnel ist am Freitag während rund fünf Stunden in beiden Richtungen gesperrt gewesen. Grund war laut der Urner Polizei ein Software-Problem in der Lüftungssteuerung. Deshalb sei die ganze Lüftung ausgefallen, sagte ein Polizeisprecher am Abend auf Anfrage. Die Sperrung habe von etwa 15.30 Uhr bis etwa 20.20 Uhr bestanden. Es bildeten sich Staus. Laut Auskunft des Polizeisprechers betrug auf der Nordseite des Tunnels die Staulänge etwa vier Kilometer und vor dem Südportal etwa drei Kilometer. Laut dem TCS wurde der Verkehr umgeleitet via A13 San Bernardino. Der Schwerverkehr wurde in den Warteräumen angehalten.

Sportparlament: Jürg Stahl bleibt bis 2024 Präsident von Swiss Olympic. Der 52-jährige Zürcher ist vom 24. Sportparlament, das wegen der Corona-Pandemie erstmals virtuell und nicht im Haus des Sports in Ittigen tagte, für eine zweite Legislatur von vier Jahren gewählt worden. Stahl steht dem Dachverband des Schweizer Sports seit 2016 vor. Der ehemalige Kunstturner und Zehnkämpfer, der 20 Jahre für die SVP im Nationalrat sass, war der einzige Kandidat. Stahl, vorgeschlagen vom Schweizerischen Turnverband, wurde ohne Gegenstimme (mit 427 Ja-Stimmen bei sieben Enthaltungen) wiedergewählt. Vor seiner Präsidentschaft hatte Stahl bereits acht Jahre im Exekutivrat von Swiss Olympic gesessen. So sicher Stahl das Schiff Swiss Olympic steuert, so langwierig und pannenreich lief das erste virtuelle Sportparlament ab. Technische Probleme verhinderten, dass alle Wahlen wie geplant durchgeführt werden konnten.

Fifa: Die besten Fussballer und Trainer des Jahres 2020 werden von der FIFA am 17. Dezember gekürt. Wegen der Coronavirus-Pandemie wird die Zeremonie diesmal virtuell durchgeführt. Dieses Jahr habe mehr denn je gezeigt, dass die Gesundheit an oberster Stelle stehe, teilte die FIFA mit. Der Fussball habe nach seiner Wiederaufnahme vielen Menschen Sicherheit und Freude geschenkt, "wie es sie sonst in dieser Zeit kaum gibt". Gerade deshalb müsse die FIFA solche Leistungen auch in diesem ausserordentlichen Jahr ehren, schrieb der Weltverband weiter. In den vier Hauptkategorien dürfen neben den Captains und Cheftrainern der Nationalmannschaften sowie über 200 Medienvertretern auch Fans online abstimmen. Die Wahl wird vom 25. November bis zum 9. Dezember durchgeführt.

Thema des Tages

G20: Unter dem Vorsitz Saudi-Arabiens beginnt am heutigen Samstag ein Gipfeltreffen der G20-Staaten. Erstes Thema der als Videokonferenz abgehaltenen Veranstaltung ist die weltweite Coronavirus-Pandemie. Neben den sieben führenden Industrienationen und 13 Schwellenländern nehmen auch von der Pandemie betroffene Länder wie Spanien, Singapur und die Schweiz sowie Vertreter der Uno, der Weltbank und der Weltgesundheitsorganisation WHO teil. Den Vorsitz der Gespräche hat der saudiarabische König Mohammed bin Salman. Riad hat derzeit den Vorsitz der G20-Gruppe inne. Am zweiten Tag des Gipfeltreffens soll es unter anderem um den gemeinsamen Kampf gegen die Klimakrise gehen. Auch ein weiterer Schuldenerlass für die ärmsten Länder der Welt infolge der Coronavirus-Krise soll diskutiert werden. Für die Schweiz nimmt Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga teil. Für US-Präsident Donald Trump dürfte es nach seiner Wahlniederlage der letzte internationale Gipfel sein. Die G20-Staats- und Regierungschefs repräsentieren mehr als 85 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung und zwei Drittel der Weltbevölkerung.

Weitere wichtige Themen

Coronavirus - Schweiz: Die Ausbreitung des Coronavirus und das Ringen um die richtigen Massnahmen zur Eindämmung des Virus stehen auch am heutigen Samstag in der Schweiz im Mittelpunkt des Geschehens. In der Schweiz und in Liechtenstein waren dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) zuletzt innerhalb von 24 Stunden 4946 neue Covid-19-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem hatte das BAG am Freitag 111 neue Todesfälle sowie 252 weitere Spitaleintritte im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Am heutigen Samstag gegen 16.00 Uhr ist in Lachen SZ zudem eine Kundgebung des Aktionsbündnis Urkantone zur Corona-Politik geplant.

Coronavirus - Deutschland: Zwei Wochen nach der teils chaotischen "Querdenken"-Demo stehen in Leipzig am heutigen Samstag wieder zahlreiche Kundgebungen bevor. Gegner der Coronavirus-Politik haben laut Stadt eine Versammlung mit 250 Teilnehmern angemeldet. Dagegen regt sich lauter Protest: Allein das Aktionsnetzwerk "Leipzig nimmt Platz" ruft zu drei Kundgebungen auf zentralen Plätzen der Stadt auf. Die Polizei wird nach eigenen Angaben mit einem Grossaufgebot im Einsatz sein.

Deutschland I: Die Grünen in Deutschland setzen am heutigen Samstag ab 13.00 Uhr ihren digitalen Parteitag zum neuen Grundsatzprogramm der Partei fort. Die rund 800 Delegierten diskutieren und entscheiden am zweiten Tag des Parteitags über den Kurs der deutschen Partei in der Klimapolitik, dabei werden Kontroversen über die Begrenzung der Erderwärmung erwartet. Der Vorstand plädiert dafür, sich am Pariser Klimaabkommen zu orientieren. Kritikern aus der Umweltbewegung geht das nicht weit genug, sie verlangen eine klare Begrenzung auf 1,5 Grad. Die Delegierten beraten zudem über Möglichkeiten der direkten Demokratie. Dabei geht es um die Forderung, Bürgerentscheide auf Deutschland-Ebene ins Grundsatzprogramm aufzunehmen. Beim Digitalparteitag sind Vorstand und Parteitagspräsidium in der Sendezentrale vor Ort, die Delegierten werden aber online dazugeschaltet.

Deutschland II: Thüringens umstrittener AfD-Landeschef Björn Höcke bewirbt sich um eine weitere Amtszeit. Der 48-Jährige kandidiert am heutigen Samstag auf einem Parteitag ab 9.00 Uhr in Pfiffelbach nach Angaben eines Parteisprechers erneut für den Landesvorsitz. Höcke war einer der Mitgründer des vom deutschen Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften "Flügels" in der AfD, der sich inzwischen offiziell aufgelöst hat.

Österreich: Der Vizekanzler Österreichs Werner Kogler und die österreichische Umweltministerin Leonore Gewessler halten am heutigen Samstag ab 10.30 Uhr eine Pressekonferenz in Wien mit dem Titel "Nächste Schritte zur ökosozialen Steuerreform" ab. Beide Politiker sind von den Grünen und daher liegt ihnen diese Themen besonders am Herzen.

Auszeichnungen: Der Deutsche Theaterpreis "Der Faust" wird am heutigen Samstag ab 19.00 Uhr verliehen. Wegen der Coronavirus-Pandemie wird die Veranstaltung in digitaler Form organisiert und kann über das Internet verfolgt werden. Regie führt das Staatstheater Hannover. Der Preis wird in acht Kategorien vergeben.

Fussball: Nach der zweiwöchigen, mit Länderspielen gefüllten Pause geht es an diesem Wochenende in der Schweizer Fussballmeisterschaft mit der 8. Runde weiter. Es ist seit sieben Wochen die erste Runde, in der kein Spiel wegen Coronavirus-Fällen verschoben werden sollte.In Bern empfängt Schweizer Meister YB am heutigen Samstag um 20.30 Uhr den FC Basel zum Schlagerspiel. Die Basler liegen zwei Verlustpunkte hinter den Bernern, die ihrerseits zusammen mit dem FC Lugano die Tabelle anführen. Im zweiten Super-League-Spiel vom Samstag treffen um 18.15 Uhr der Vorletzte und der Letzte aufeinander: Luzern empfängt Vaduz. Beide Mannschaften sind nach insgesamt elf Saisonspielen sieglos.

Ski: Mit zwei Slaloms wird die Weltcup-Saison der alpinen Skirennfahrerinnen an diesem Wochenende im finnischen Levi richtig lanciert. Zum ersten Mal nach 300 Tagen Renn-Abstinenz ist auch Mikaela Shiffrin wieder mit dabei. Die amerikanische Ausnahme-Athletin, die sich nach dem Tod ihres Vaters zu Beginn des Jahres aus dem Weltcup zurückgezogen hatte, wird den ersten Lauf am heutigen Samstag um 10.15 Uhr mit der Startnummer 1 eröffnen. Direkt nach ihr gehen die Schweizer Trümpfe Michelle Gisin und Wendy Holdener ins Rennen. Zu den Abwesenden gehören in Levi die Schwedinnen. Nach einem Coronavirus-Fall im Trainerteam wurde die komplette Equipe von den finnischen Behörden in Quarantäne geschickt.

Jahrestage und Jubiläen

Vor 5 Jahren (2015) ... riefen die belgischen Behörden die höchste Terrorwarnstufe aus. Sie hatten offenbar konkrete Hinweise, dass eine Attentatsserie wie eine Woche früher in Paris geplant war.

Vor 20 Jahren (2000) ... starb der deutsche Schauspieler Harald Leipnitz, einer der gefragtesten seiner Zeit (*22.4.1926). Bekannt wurde er insbesondere mit Karl-May- und Edgar-Wallace-Filmen.

... starb der tschechoslowakische Langstreckenläufer Emil Zátopek (*19.9.1922). Bei den Olympischen Spielen 1948 in London gewann er im 10'000- und 5000-Meter-Lauf eine Gold- beziehungsweise Silbermedaille, und bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki holte er sogar drei Goldmedaillen. Zudem wurde er dreimal Europameister. Zwischen 1949 und 1955 stellte Zátopek zahlreiche Weltrekorde auf. Im Jahr 1957 trat er vom Hochleistungssport zurück, nachdem er 18 Welt-, 3 olympische und 51 nationale Rekorde aufgestellt hatte. Zátopek war während des Prager Frühlings 1968 Mitunterzeichner des Manifests der 2000 Worte, woraufhin er aller Ämter enthoben und öffentlich diskreditiert wurde. Ab 1974 wurde er, der in der Tschechoslowakei als Volksheld galt, zunächst schrittweise wieder in die Gesellschaft integriert und nach der Samtenen Revolution im Jahr 1990 rehabilitiert. Zátopeks ungewöhnliche Trainingsmethoden, insbesondere das häufige Wiederholen von Intervallläufen, galten als revolutionär. Sein unorthodoxer Laufstil sorgt bis heute für kontroverse Diskussionen darüber, ob ökonomisch-sauberes Laufen sinnvoll sei.

Vor 25 Jahren (1995) ... erfolgte die Einigung über ein Friedensabkommen für Bosnien. Am 1. November 1995 hatte in Dayton/Ohio die Bosnien-Friedenskonferenz begonnen. Nach zwanzig Tagen konnten sich die Bürgerkriegsparteien auf ein Friedensabkommen einigen. Die Paraphierung des Vertrages zur Beendigung des Bosnienkrieges erfolgte durch die Präsidenten von Kroatien (Franjo Tudjman), Bosnien (Alija Izetbegovic) und Serbien (Slobodan Milosevic). Bosnien soll mit Sarajewo als Hauptstadt ein einheitlicher Staat bleiben. Der Uno-Sicherheitsrat beschloss daraufhin am 22. November (Ortszeit) die schrittweise Aufhebung des Waffenembargos und der Wirtschaftssanktionen gegen Jugoslawien.

... durchbrach der Dow-Jones-Index erstmals in seiner 112-jährigen Geschichte die Schallgrenze von 5000 Punkten und erreichte 5023,55 Zähler.

Vor 75 Jahren (1945) ... genehmigte die britische Militärregierung die vier deutschen Parteien SPD, CDU, FDP und KPD.

... wurde die amerikanische Schauspielerin Goldie Hawn ("Die Kaktusblüte", "Der Club der Teufelinnen", "Schütze Benjamin") in Washington D.C. geboren.

Vor 400 Jahren (1620) ... gingen die ersten 102 Ansiedler in Nordamerika, die so genannten "Pilgerväter", vor dem heutigen Provincetown in Massachusetts von Bord der "Mayflower" und gründeten die erste Kolonie Neuenglands. Noch an Bord unterzeichneten sie den Mayflower-Vertrag mit den ersten Grundsätzen der zu gründenden Kolonie.