Gazenergie

Kalifornien verlängert strenge Klimaschutzvorgaben bis 2030

Zürich, 18.07.2017

 

Im Gegensatz zur Klimapolitik von US-Präsident Donald Trump hat Kalifornien seine strengen Klimaschutzvorgaben bis 2030 verlängert. Mit einer Zweidrittelmehrheit stimmten die Abgeordneten beider Kammern des US-Bundesstaats am Montagabend unter anderem dafür, den Ausstoss der Treibhausgase weiterhin zu reduzieren und die Regeln für den Emissionshandel durchzusetzen.

Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown hatte nach Trumps Abkehr vom Pariser Klimaabkommen Anfang Juni versprochen, sein Bundesstaat werde die Richtlinien des internationalen Abkommens trotzdem weiter einhalten.

Im Kurzbotschaftendienst Twitter erklärte Brown: "Kalifornien hat sich heute Abend erneut mutig der existenziellen Bedrohung unserer Zeit gestellt." Republikaner und Demokraten hätten in Kalifornien ihre Meinungsverschiedenheiten zurückgestellt - "so sieht gutes Regieren aus."

Vor fünf Jahren hatte Kalifornien landesweit strenge CO2-Grenzwerte festgelegt. Bis zum Jahr 2030 soll der Ausstoss von Treibhausgasen verglichen mit dem Stand von 1990 um 40 Prozent reduziert werden. Auch der Handel von Emissionszertifikaten wurde für Unternehmen verbindlich festgelegt.

Der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat gilt in den USA als Vorreiter beim Klimaschutz. Seit Trump vor anderthalb Monaten den Ausstieg aus dem Paris-Abkommen angekündigt hatte, haben sich mehr als 200 US-Bürgermeister sowie mindestens 17 Gouverneure der insgesamt 50 US-Bundesstaaten zu der historischen Vereinbarung bekannt.