Gazenergie

Grünliberale Sonja Lüthi kandidiert für St. Galler Stadtrat

Zürich, 18.07.2017

 

Die grünliberale Sonja Lüthi (36) kandidiert für den St. Galler Stadtrat. Mit ihr will die glp am 24. September den Sitz des krankheitshalber zurücktretenden Nino Cozzio (CVP) erobern und erstmals in die fünfköpfige Exekutive einziehen.

Sonja Lüthi wurde am Montagabend von ihrer Partei einstimmig nominiert. Die glp-Mitglieder folgten dem Vorschlag ihres Parteivorstands, der einzig Lüthi zur Nomination vorgeschlagen hatte.

Die Ökonomin, Geografin, Sekundarlehrerin und Mutter einer kleinen Tochter arbeitet als Leiterin des Geschäftsbereichs "farmenergie" beim LV St. Gallen, einem Handels- und Dienstleistungsunternehmen für den ländlichen Raum in der Ostschweiz. Lüthi ist unter anderem auf erneuerbare Energien spezialisiert.

glp-Kantonalpräsidentin

2015 wurde sie in den Kantonsrat gewählt, und seit 2016 ist sie Präsidentin der glp-Kantonalpartei. Von 2012 bis 2015 war Lüthi Mitglied des St. Galler Stadtparlaments.

"Wenn ein starker Wind weht, bauen die einen Mauern, die andern Windräder", erklärte die glp-Kandidatin am Dienstag vor den Medien. Sie wolle sich einsetzen für "eine Wirtschaft, welche nachhaltig mit unseren Ressourcen umgeht und heute schon an morgen denkt".

Die Grünliberalen erreichten bei den Wahlen 2016 erstmals Fraktionsstärke im Stadtparlament. 13 Jahre nach der Gründung sei die Zeit für die glp reif, Verantwortung in der Stadtregierung zu übernehmen, "auch darum, weil zahlreiche grünliberale Kernanliegen dringend ihrer Umsetzung harren", schreibt die Partei.

Fünfkampf

In der Ersatzwahl kommt es zu einem Fünfkampf: Die CVP schickt den Gemeindepräsidenten von Gaiserwald und Kantonsrat Boris Tschirky ins Rennen. Für die SVP kandidiert der Unternehmer und Stadtparlamentarier Jürg Brunner (57), für die Grünen die Sozialpädagogin Ingrid Jacober (48) und für die Jungsozialisten (Juso) der 20-jährige Andri Bösch.

Der 59-jährige CVP-Stadtrat Nino Cozzio tritt Ende Jahr aus gesundheitlichen Gründen zurück. Vor zwei Jahren war bei ihm eine Krebserkrankung diagnostiziert worden. Aktuell setzt sich der Stadtrat aus zwei SP-Mitgliedern, je einem Vertreter von FDP und CVP sowie einem Parteilosen zusammen.