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Entlastungsstrasse in Uster durch neue Rekurse blockiert

Zürich, 11.12.2017

 

Das Strassenprojekt "Uster West" bleibt vorderhand blockiert: Es sind zwei Rekurse von Verbänden und Privaten gegen die überarbeitete Schutzverordnung für das Glattenriet eingegangen. Der Bau der Entlastungsstrasse verzögere sich damit auf unbestimmte Zeit, teilte die Baudirektion am Montag mit.

Die 1,7 Kilometer lange neue Strasse soll das Ustermer Stadtzentrum vom Durchgangsverkehr entlasten. Dank ihr sollen auch die Rückstaus an zwei Bahnübergängen zur Vergangenheit gehören. Der Kantonsrat hatte den erforderlichen Kredit über 21 Millionen Franken bereits im Herbst 2012 genehmigt.

Als Voraussetzung, um die Entlastungsstrasse festsetzen und realisieren zu können, muss aber eine rechtsgültige, überarbeitete Schutzverordnung für das Gebiet Werriker-/Glattenriet und Brandschänki vorliegen. Denn die neue Strasse führt an Flachmooren vorbei.

Eine erste Version hatte die Baudirektion bereits im Sommer 2014 festgesetzt. Der Regierungsrat hiess aber in der Folge drei eingegangene Rekurse teilweise gut und wies die Verordnung an die Baudirektion zurück.

Die Fachstelle Naturschutz der Baudirektion überarbeitete daraufhin die Schutzverordnung aufgrund weiterer Abklärungen beim Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) und eines externen Gutachtens. Dabei wurde der Grenzverlauf des Flachmoors dem aktuellen Zustand angepasst und die entsprechenden Pufferzonen wurden ausgeschieden. Dagegen sind nun zwei Rekurse eingegangen.