Gazenergie

Doris Leuthard hält Schweizer Unternehmer für sehr anpassungsfähig

Zürich, 22.06.2017

 

Nach dem Frankenschock im Jahr 2015 haben die Schweizer Unternehmen aus Sicht von Doris Leuthard eine grosse Anpassungsfähigkeit bewiesen. Sie hätten neue Modelle gefunden, um mit der Situation fertig zu werden, sagte die Bundespräsidentin an einem Arbeitgebertreffen in Lausanne.

Möglich gewesen sei dies dank der "Flexibilität der Schweizer Wirtschaft, des Know-Hows und des Innovationsgeistes" der Unternehmen, sagte Leuthard am Donnerstag. Der Schweiz gehe es insgesamt gut, stellte sie fest.

Sorgen macht der Vorsteherin des Eidg. Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) allerdings die Tatsache, dass in der Industrie seit einigen Jahren immer mehr Stellen verschwinden. In gewissen Branchen wie Pharma oder Chemie würden Posten ins Ausland verlagert. "Dies bereitet uns Sorgen", sagte Leuthard.

Vor diesem Hintergrund könne die Digitalisierung für grosse Unternehmen sowie KMU eine Chance darstellen - auch wenn die strukturellen Änderungen, die sie mit sich bringe, auch Ängste hervorrufe. "Persönlich glaube ich, dass der technische Fortschritt sogar wichtiger ist als alle Freihandelsabkommen zusammen", sagte die Bundespräsidentin.