Gazenergie

Dänemark bezieht Rekordanteil von Strom an Windkraft

Zürich, 11.01.2018

 

Noch nie hat Windkraft in Dänemark einen so grossen Anteil des Stromverbrauchs erzeugt: Windkraftanlagen generierten im vergangenen Jahr 43,4 Prozent des Gesamtbedarfs.

Dänemark sei auf einem guten Weg, seine EU-Energieziele zu übertreffen, teilte das dänische Energieministerium am Donnerstag mit. Das skandinavische Land will bis 2030 die Hälfte seines Bedarfs aus erneuerbaren Energien beziehen.

In der Ostsee und der Nordsee will das Land in den kommenden Jahren weitere Offshore-Windparks errichten. Bis 2050 soll der Anteil fossiler Brennstoffe bei null Prozent liegen. Seinen zusätzlichen Strombedarf bezieht das Land aus Deutschland (Solarenergie), Norwegen (Wasserkraft) und Schweden (Atomkraft).

Um unabhängiger vom Wetter zu werden, will das Land ausserdem mehr in die Speicherung von Wind- und Solarenergie investieren. Im November hatte die Internationale Energie-Agentur (IEA) Dänemark als "weltweit führend bei der Dekarbonisierung" gepriesen.

Bereits in den 70er Jahren begann Dänemark, die Anzahl seiner Kohlekraftwerke zu reduzieren und massiv in Windkraft zu investieren. Inzwischen ist Dänemark zu 90 Prozent selbstversorgend.