Gazenergie

Boom in US-Firmen ebbt laut Umfrage leicht ab

Zürich, 06.07.2017

 

Die US-Firmen haben im Juni weniger Personal eingestellt als erwartet. Es entstanden 158'000 neue Arbeitsplätze, wie der Personaldienstleister ADP am Donnerstag zu seiner Umfrage unter Privatunternehmen mitteilte.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem höheren Plus von 185'000 Stellen gerechnet, nachdem im Mai nach revidierten Daten 230'000 Arbeitsplätze entstanden waren. Das waren 23'000 weniger als zunächst gemeldet.

Die von der Notenbank Fed angestrebte Vollbeschäftigung ist bei einer Arbeitslosenquote von zuletzt 4,3 Prozent faktisch erreicht. Die Währungshüter hoben die Leitzinsen im Juni auf das Niveau von 1,0 bis 1,25 Prozent an und wollen dieses Jahr nachlegen, wenn es die Konjunkturentwicklung erlaubt.

Die Fed richtet dabei ihr Augenmerk auch auf die monatlichen Arbeitsmarktberichte der Regierung, die neben Jobs in der Wirtschaft auch Stellen im Staatssektor mit einbezieht. Fachleute erwarten für den am Freitag anstehenden Bericht für Juni eine Zunahme der Arbeitsplätze um 179'000. Damit würden erneut mehr als genug Stellen entstehen, um mit dem Bevölkerungswachstum der USA Schritt zu halten: Dafür reichen nach einer Faustregel 75'000 bis 100'000 neue Jobs pro Monat aus.

Doch die hartnäckig niedrige Inflation bereitet der Fed noch Sorgen: Sie strebt eine Teuerungsrate von zwei Prozent an. Die Notenbank achtet besonders auf Preisveränderungen bei persönlichen Ausgaben der Konsumenten, wobei Energie- und Nahrungsmittelkosten aussen vor bleiben. Dieser Wert lag im Mai mit 1,4 Prozent noch deutlich unter der Zielmarke. Viele Ökonomen erwarten daher, dass die Fed erst zum Jahresende die Zinszügel weiter anziehen wird, falls die Inflation anziehen sollte.