Gazenergie

Blaulichtorganisationen von Stadt und Kanton Luzern rücken zusammen

Zürich, 06.06.2017

 

Blaulichtorganisationen von Stadt und Kanton Luzern sollen künftig auf dem Areal von ewl energie wasser luzern in Luzern angesiedelt werden. Dies schlägt der Stadtrat in einem Planungsbericht dem Parlament vor. Auf dem Areal soll es auch Platz für neue Wohnungen geben.

Das Areal des städtischen Energie- und Wasserversorgers liegt an der Industriestrasse und ist über 21'000 Quadratmeter oder drei Fussballfelder gross. Heute sind dort neben ewl auch mehrere städtische Dienstabteilungen (Tiefbauamt, Geoinformationszentrum, Umweltschutz) angesiedelt. Die heutige Nutzung liege weit unter dem durch die Bau- und Zonenordnung ermöglichten Potential, teilte der Stadtrat am Dienstag mit.

Das Grundstück gehört der 2001 verselbständigten ewl. Sie hat zusammen mit der Stadt 2013 begonnen, eine gemeinsame neue Nutzung des Areals zu erarbeiten. Ziel sei die Schaffung eines Sicherheits- und Dienstleistungszentrums sowie von neuen Wohnungen, erklärte der Stadtrat.

Gemäss den Plänen sollen neben den heutigen Nutzern auch die Feuerwehr der Stadt Luzern, die Zivilschutzorganisation der Gemeinden Luzern, Kriens und Horw (ZSO Pilatus), der Rettungsdienst und die Sanitätsnotrufzentrale Zentralschweiz des Luzerner Kantonsspitals sowie die Einsatzleitzentrale der Luzerner Polizei auf dem Areal Platz finden.

Vorteile im Alltag und im Katastrophenfall

Die räumliche Bündelung diverser Sicherheitsorganisationen in einem Zentrum biete grosse Synergien im Ereignisfall wie auch im Normalbetrieb, schreibt die Stadtregierung in ihrem Bericht.

Auf dem ewl Areal sind auch neue Wohnungen vorgesehen. Ein substantieller Teil davon würden gemeinnützige Wohnungen sein, heisst es in dem Planungsbericht. Geprüft würden auch alternative Wohnformen wie das "Generationenwohnen". Das als schützenswert eingestufte "Rote Haus" soll einer öffentlichen Nutzung mit Quartierbezug zugeführt werden.

Stadt und ewl möchten für die Realisierung und den Betrieb des Vorhabens eine gemeinsame Aktiengesellschaft gründen. Dieser soll noch ein weiterer Partner angehören. Gemäss Stadtrat hat die abl allgemeine baugenossenschaft luzern Interesse an einer Beteiligung.

Mit dem Planungsbericht will die Stadtregierung vom Grossen Stadtrat nun die Zustimmung zu den Plänen einholen. Eine Volksabstimmung zu den städtischen Ausgaben ist für 2019 vorgesehen.