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ANC fordert Prüfung neuer Korruptionsvorwürfe gegen Zuma

Zürich, 02.06.2017

 

Südafrikas Regierungspartei ANC hat nach erneuten Korruptionsanschuldigungen gegen Präsident Jacob Zuma und dessen Familie eine dringende Untersuchung der Vorwürfe gefordert. Diese seien "sehr beunruhigend" und stellten die "Integrität und Glaubwürdigkeit" der Regierung in Frage, erklärte der ANC am Freitag.

Südafrikanische Medien berichten seit dem vergangenen Wochenende aus Tausenden ihnen vorliegenden E-Mails, die einen grossen Einfluss einer Unternehmerfamilie auf Zumas Entscheidungen nahelegen. Zudem soll die Gupta-Familie die Chefs von staatlichen Unternehmen und Minister mit bezahlten Luxustrips nach Dubai bestochen haben.

Auch Zumas Sohn soll in grossem Stil von den Guptas profitiert haben. Die Brüder Ajay, Atul and Rajesh Gupta betreiben in Südafrika verschiedene Unternehmen, unter anderem im Minen- und Energiebereich.

Zuma ist auch Vorsitzender des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC), der Partei des früheren Anti-Apartheid-Kämpfers Nelson Mandela. Angesichts der neuen Korruptionsvorwürfe gegen Zuma scheinen sich jedoch mehr führende Parteimitglieder von ihm distanzieren zu wollen.

Südafrikas führende Oppositionspartei DA hatte Zuma am Dienstag als Reaktion auf die Gupta-Enthüllungen wegen Korruption, organisiertem Verbrechen und Hochverrat angezeigt.