Gazenergie

Alpiq-Tochter unterliegt in Schiedsgerichtsverfahren

Zürich, 30.05.2017

 

Die Alpiq-Kraftwerks- und Industrieanlagenbau-Tochter KAO bleibt auf Projektkosten von rund 65 Millionen Euro sitzen. Ein Schiedsgericht hat entschieden, dass die KAO keine Forderungen aus einem gekündigten Subunternehmervertrag mit der Bilfinger Piping Technologies (BPT) geltend machen kann.

Die Alpiq-Tochter Kraftanlagen ARGE Olkiluoto 3 (KAO) hatte nach langen, aber letztlich gescheiterten Verhandlungen 2011 die Schiedsklage eingereicht und damit Forderungen aus dem gekündigten Nachunternehmervertrag geltend gemacht, wie aus einer Mitteilung vom Dienstag hervorgeht.

Die deutsche Institution für Schiedsgerichtsbarkeit e.V. (DIS) entschied aber gegen die Kraftwerks- und Industrieanlagenbauerin. Inklusive der zu tragenden Verfahrenskosten bedeute das Urteil für KAO einmalige, "nicht einbringbare Projektaufwendungen" von zirka 65 Millionen Euro, heisst es in der Mitteilung.

Das Unternehmen will aber noch nicht aufgeben. Die KAO prüfe die Ergreifung von ausserordentlichen Rechtsmitteln zur Aufhebung des Schiedsurteils. Die KAO besteht aus der Kraftanlagen München GmbH sowie der Kraftanlagen Heidelberg GmbH.