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Alpen-Architekturpreis 2020 an Landwirtschaftsschule in St. Gallen

Zürich, 06.11.2020

 

Der erste Preis des Wettbewerbs "Constructive Alps" geht 2020 an das Landwirtschaftliche Zentrum Salez im Kanton St. Gallen. Den Preis für nachhaltiges Bauen und Sanieren haben die Schweiz und Liechtenstein am Freitag verliehen.

Den zweiten Preis hat die Jury in das vorarlbergische Reuthe vergeben, an die Montagehalle der Zimmerei und Tischlerei Kaufmann. Der dritte Preis ist in den Kanton Glarus gegangen, an das Berggasthaus Ortsstockhaus in Braunwald, wie das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) am Freitag mitteilte.

Am Bau der Landwirtschaftsschule von 2019 lobte die Jury die neuen "Massstäbe in Sachen Klimaeffizienz", die mit einer einfachen Bauweise für lange Lebensdauer umgesetzt wurde. Die Montagehalle am Rand des Bregenzer Waldes, die 2017 gebaut wurde, hat die Jury überzeugt mit der Konstruktion des Tragwerks, die eine flache Form der Halle ermöglicht habe und "zugleich für höchste Holzbaukunst aus den Alpen" stehe. Das Berggasthaus in Braunwald aus dem Jahr 1931 gilt als eine Ikone der Moderne in den Alpen, vor der die Architekten bei der Sanierung Respekt gezeigt hätten, heisst es in der Mitteilung weiter.

Die drei ersten Preise sind mit insgesamt 50'000 Euro dotiert, die Preisträger teilen sich die Summe. Erstmals in diesem Jahr konnte zudem das Publikum seinen Favoriten küren; es entschied sich für das Kongresszentrum im italienischen Agordo.

Ausstellung im Alpinen Museum

Der Architekturpreis "Constructive Alps" wurde in diesem Jahr zum fünften Mal verliehen und feiert gleichzeitig sein zehnjähriges Jubiläum. Von 328 eingereichten Beiträgen hat die Jury zehn Projekte ausgezeichnet. "Constructive Alps" ist ein Beitrag der Schweiz und Liechtensteins zur Umsetzung der Alpenkonvention und des Klimaaktionsplans, einem Übereinkommen, an dem die acht Alpenstaaten und die Europäische Union beteiligt sind. Für die Jahre 2021 und 2022 übernimmt die Schweiz den Vorsitz der Alpenkonvention.

Wenn die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie es zulassen, soll am 24. November im Alpinen Museum in Bern die Ausstellung "Constructive Alps - Bauen fürs Klima" eröffnet werden. Präsentiert werden die nominierten und die eingereichten Projekte. Zudem werden Beispiele aus früheren Preisverleihungen zu sehen sein. Die Ausstellung dauert bis Ende Mai 2021.