Gazenergie

Aargauer Parlament bewilligt 75 Millionen für Energieförderprogramm

Zürich, 10.11.2020

 

Im Kanton Aargau stehen für das Förderprogramm in den kommenden vier Jahren 75,4 Millionen Franken zur Verfügung. Das hat der Grosse Rat am Dienstag in Spreitenbach AG mit 92 zu 38 Stimmen beschlossen. Rund 60 Millionen Franken der Gesamtsumme stammen vom Bund.

Der Kanton steuert 12 Millionen Franken bei. Das Förderprogramm für die Jahre 2021 bis 2024 sieht Investitionen in die Energieeffizienz im Gebäudebereich und in erneuerbare Energien vor. Es geht zum Beispiel um Massnahmen an der Gebäudehüllen, Holzheizungen, solarthermische Anlagen, Wärmepumpen und sogenannte Pilotanlagen.

Als einzige Partei lehnte die SVP das Förderprogramm ab. Das Geld könne für wichtige Staatsaufgaben eingesetzt werden. Für das vom Regierungsrat vorgelegte Programm sprachen sich alle anderen Parteien aus, insbesondere FDP und CVP.

SP, Grüne und GLP forderten, dass der Kanton seinen Anteil am Programm auf 16 Millionen Franken aufstocken soll. Damit würden mitsamt des erhöhten Bundesanteils insgesamt 87,8 Millionen Franken zur Verfügung stehen. Der Grosse Rat lehnte den Antrag mit 82 zu 47 Stimmen ab.

Private Investitionen anschieben

Mit den Fördergeldern werden gemäss Angaben des Regierungsrats zwischen 375 und 750 Millionen Franken an Investitionen in der Privatwirtschaft ausgelöst. Die energetische Wirkung betrage rund 1,44 Terawattstunden (TWh). Die CO2-Emissionen könnten um mehr als 440'000 Tonnen reduziert werden.

Die Erfahrungen mit den Förderprogrammen der letzten Jahre hätten gezeigt, dass die Energieeffizienz wirksam gesteigert und der CO2-Ausstoss markant gesenkt werden könne, hielt der Regierungsrat in der Botschaft an das Parlament fest.