Gazenergie

174 Unternehmen wollen Energieeffizienz steigern

Zürich, 02.06.2017

 

Immer mehr Unternehmen lassen sich den Netzzuschlag zur Förderung erneuerbarer Energien zurückerstatten. Sie müssen sich im Gegenzug zu einer Steigerung ihrer Energieeffizienz verpflichten.

Insgesamt 174 Unternehmen haben sich bis Ende 2016 in Zielvereinbarungen mit dem Bund zu einer Steigerung ihrer Energieeffizienz verpflichtet. Das schreibt der Bundesrat in einem am Freitag verabschiedeten Bericht.

Stromintensive Unternehmen können sich den Netzzuschlag seit 2009 vollständig oder teilweise zurückerstatten lassen. Seit 2014 können mehr Unternehmen profitieren, müssen dazu aber eine zehnjährige Vereinbarung zur Steigerung ihrer Energieeffizienz abschliessen.

2014 haben 61 Unternehmen davon Gebrauch gemacht, 2015 waren es 104 Unternehmen. Die Rückerstattungssumme stieg von rund 21 Millionen auf über 45 Millionen Franken. Im Jahr 2016 wird sie laut dem Bericht voraussichtlich zwischen 54 und 68 Millionen Franken liegen.

Effizienz steigt um 3,7 Prozent

Die Zielvereinbarungen werden jeweils mit einer Laufzeit von 10 Jahren abgeschlossen. Während dieser Laufzeit steigt die Gesamtenergieeffizienz von 100 auf 103,7 Prozent, wenn die Ziele eingehalten werden. Der Wert stellt die vereinbarte Steigerung über alle Zielvereinbarungen dar.

Die 174 Unternehmen haben sich zu Energieeffizienzmassnahmen im Umfang von 881,9 Gigawattstunden verpflichtet. Entsprechend betrage der voraussichtliche Endenergieverbrauch der Unternehmen im Zieljahr insgesamt rund 23'590 Gigawattstunden, heisst es im Bericht. Darin eingeschlossen sind Elektrizität, fossile und biogene Brennstoffe sowie Fernwärme.

Keine ehrgeizigen Ziele

Werden die Effizienzziele nicht erreicht, muss die gesamte Rückerstattungssumme zurückbezahlt werden. Das führt laut dem Bundesrat dazu, dass die Ziele eher tief festgelegt werden. Die Erfahrung zeige, dass die vereinbarten Effizienzziele in der Praxis meist übertroffen würden. Die Unternehmen sparen also mehr Energie, als sie gemäss Vereinbarung müssten.

Der Bundesrat hat den Bericht im Auftrag des Nationalrates erstellt. Dieser wollte wissen, welche Auswirkungen die Rückerstattung auf die Wirtschaft hat, wie viele Unternehmen profitieren und welche Effizienzsteigerungen dadurch erreicht werden.