Gazenergie

Der Weg zum Ziel

Die Gaswirtschaft verfolgt verschiedene Initiativen, um die dargestellten Zielsetzungen zu erreichen.

30/2030-Strategie und damit verbundene Aktivitäten

Im Jahr 2016 hat die Gasbranche entschieden, bis 2030 mindestens 30 % erneuerbare Gase im Wärmemarkt für Haushalte anzubieten. Gegenüber der Situation von damals bedeutet das eine Steigerung um 4500 GWh. Zur Zielerreichung wurden verschiedene Massnahmen ausgelöst. Dazu gehört die Weiterführung und Anpassung des Biogasförderfonds, woraus neue und erweiterte Anlagen, die erneuerbare Gase einspeisen, unterstützt werden. Um die grossen Potenziale in der Landwirtschaft besser erschliessen zu können, wurde eine strategische Partnerschaft mit Ökostrom Schweiz, dem Branchenverband der landwirtschaftlichen Biogasproduzenten, etabliert. Die gemeinsam mit der Oberzolldirektion (OZD) betriebene Clearingstelle für erneuerbare Gase wird ausgebaut, damit künftig auch Importe – gasförmig und flüssig – erfasst werden können.

Wasserstoff als neues, zusätzliches Schwerpunktthema

Die Schweizer Gaswirtschaft betrachtet grünen und blauen Wasserstoff als Schlüsselelement, um die Gasversorgung langfristig zu dekarbonisieren. Der Verband verfolgt die internationalen Entwicklungen eng, baut Wissen und Kompetenzen auf und engagiert sich in der Diskussion um die Etablierung von Geschäftsmodellen und Regulierungsfragen. Er nutzt bereits bestehende Partnerschaften zu Hochschulen und Forschung sowie den relevanten Organisationen. Auch neue Akteure werden eingebunden.

Wasserstoff wird allein schon wegen der Entwicklungen in den Ländern der Gasproduzenten wie Norwegen, Niederlande oder Russland Eingang ins Transportnetz finden. Es braucht zwingend eine europäische Wasserstoffstrategie, an deren Erarbeitung sich die Schweizer Gasbranche unter Einbezug des Bundes beteiligt.

Die Schweizer Gasbranche setzt im Rahmen ihrer Forschungs- und Entwicklungstätigkeit einen Schwerpunkt beim Thema Wasserstoff. Dabei stehen lokale Projekte im Vordergrund, um Wasserstoff als Teil des Umbaus der Energieversorgung erlebbar zu machen. Wichtige Fragen betreffen die Wasserstofftauglichkeit der Anwendungen und der Gasnetzinfrastruktur.

Die Branche engagiert sich für Rahmenbedingungen, welche die Produktion, den Transport und die Anwendung von Wasserstoff in den verschiedenen Sektoren – Verkehr, Gebäude, Stromproduktion – begünstigen. Dazu gehören etwa Fragen des CO2-Preises, der Sektorkopplung und auch der Importanerkennung. Wichtig ist auch die Entwicklung von Normen im Bereich der Gasinfrastruktur und der Kompatibilität mit Geräten.

Sektorkopplung

Die Sektorkopplungstechnologien sind heute alle bereits vorhanden und erprobt. Dazu gehören WKK, Power-to-Gas, Power-to-Liquids oder auch die Elektro- und Gasmobilität. Die Branche hat diese Themen vorangebracht, etwa mit konkreten Förderprojekten oder dem Aufbau eines Tankstellennetzes mit rund 150 Stationen für gasbetriebene Fahrzeuge. Jetzt muss das Thema im Rahmen einer Gesamtenergieperspektive in der politischen Diskussion verankert werden. Erste Erfolge sind da. Der Lösungsansatz wird derzeit nicht nur von verschiedene Organisationen mitgetragen, sondern auch der Bund anerkennt ihn im Grundsatz – ohne aber bislang Taten folgen zu lassen.

Enge Zusammenarbeit mit Forschung, Wissenschaft und Industrie

Seit 1992 unterhält der Verband der Schweizerischen Gasindustrie den Forschungsfonds FOGA und engagiert sich in anwendungsorientierter Forschung. Dabei wird nicht nur mit Forschergruppen von ETH und EPFL, des PSI oder der Empa zusammengearbeitet, sondern auch mit Fachhochschulen, der Industrie, aber auch dem Bund. So ist sichergestellt, dass die gewonnenen Erkenntnisse schnell in den Markt einfliessen, aber auch in Bundesbern zur Kenntnis genommen werden. In der mehr als 25-jährigen Geschichte des Forschungsfonds wurden über 150 Projekte unterstützt. 2015 fokussierte die Gasindustrie ihre Forschungsstrategie auf den anvisierten Umbau der Energieversorgung und setzt auf die drei Schwerpunkte Energieeffizienz, erneuerbare Gase sowie Netz bzw. Sektorkopplung. Neu bildet Wasserstoff einen eigenen Schwerpunkt.

Neue Markenführung

Die Gasbranche stellte in der Vergangenheit ihre Produkte Erdgas und Biogas im Rahmen ihrer Markenführung in den Vordergrund. Das wird ihren Leistungen beim Umbau der Energieversorgung nicht gerecht. Deshalb hat sie sich für die neue Dachmarke gazenergie entschieden. Sie repräsentiert nicht mehr ein einzelnes Gasprodukt, sondern Gas – gemeint sind hier Erdgas, Biogas und andere erneuerbare Gase, aber auch Wasserstoff – und dessen Infrastruktur als wichtige Pfeiler der Schweizer Energieversorgung, worin Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz einen zentralen Stellenwert einnehmen.

Die Gaswirtschaft verfolgt verschiedene Initiativen, um die dargestellten Zielsetzungen zu erreichen.

Einleitung

Die Gasversorgung der Zukunft ist klimaneutral

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These 1

Alle erneuerbaren Energien und deren Infrastrukturen bilden gemeinsam die Basis der Energiezukunft.

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These 2

Nur mit Wasserstoff können die Klimaziele der Schweiz effizient erreicht werden.

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These 3

Gas ist Baustein einer effizienten Wärmewende, nicht nur kurzfristig, sondern auch mittel- und langfristig.

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These 4

Die Gasversorgung wird bis 2050 komplett CO2-neutral und unterstützt damit auch in der Industrie das Erreichen der Klimaneutralität.

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These 5

Nur mit Gas lässt sich die Verkehrswende schaffen.

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These 6

Nur mit Gas lässt sich die Versorgungssicherheit garantieren.

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Der Weg zum Ziel

  • 30/2030-Strategie und damit verbundene Aktivitäten
  • Wasserstoff als neues, zusätzliches Schwerpunktthema
  • Sektorkopplung
  • Enge Zusammenarbeit mit Forschung, Wissenschaft und Industrie
  • Neue Markenführung
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