Gazenergie

Die Energiewende braucht Gas

Gas ist ein wichtiger Baustein der Schweizer Energieversorgung. Nicht nur kurz-, sondern auch mittel- und langfristig.

Die Zukunft der Energieversorgung ist klimaneutral

Die Schweizer Gasbranche wird ihren Beitrag zur Netto-Null-Zielsetzung des Bundesrates bei den Treibhausgasemissionen leisten. Bis 2050 sollen nur noch klimaneutrale Gase im Schweizer Gasnetz zirkulieren. Neben Biogas gewährleisten grüner Wasserstoff und daraus hergestelltes synthetisches Methan die vollständige Dekarbonisierung der Gasversorgung. Zwischenziel ist es, bis 2030 im gasversorgten Wärmemarkt für Haushalte 30 Prozent erneuerbare Gase anzubieten - das sind rund 5000 GWh, eine Energiemenge mit der etwa 250’000 Haushalte für ein Jahr beheizt werden können.

Höhere Versorgungssicherheit dank Gas

Um die Energieversorgung der Zukunft sicherzustellen, braucht es einen Mix an Energieträgern und Infrastrukturen. Die bereits heute bestehenden Stromengpässe im Winter werden sich aufgrund der zunehmenden Elektrifizierung verschiedener Anwendungen verstärken. Die Gasinfrastruktur kann daher einen entscheidenden Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten, indem sie Stromüberschüsse im Sommer speichert und im Winter wieder zur Verfügung stellt.

Langjährige Erfahrungen mit Biogas

Klimaneutrale Gase sind nicht neu: Schon 1997 wurde in der Schweiz die erste Biogasanlage in Betrieb genommen, 2020 haben 37 Anlagen Biogas ans Netz geliefert.

Das Potenzial in der Schweiz zur Produktion von einspeisefähigem Biogas beträgt rund 4 TWh. Dazu kommen 5 TWh grüner Wasserstoff, der aus überschüssigem, erneuerbaren Strom erzeugt wird.

Wie bereits heute wird die Schweiz zusätzliche Mengen an erneuerbaren Gasen importieren. In den nächsten Jahren primär Biogas, mittel- bis langfristig grüner Wasserstoff und Biomethan aus Regionen, die ein hohes Potenzial zur Produktion von Wind- und Sonnenstrom haben.

Wasserstoffkosten werden sinken

Die grösste Herausforderung sind aktuell die hohen Produktionskosten für Wasserstoff. Die europäischen Länder setzen jedoch auf diesen Energieträger und erarbeiten entsprechende Strategien. Dank neuer Förderprogramme können die Produktionskapazitäten für Elektrolyseure massiv erhöht und damit die Gestehungskosten entscheidend verringert werden. Zudem werden zusätzliche Effizienzgewinne in der Produktion entstehen.