Gazenergie

Die Energiezukunft hat begonnen: Vor über 200 Jahren

Gas gilt als fortschrittliche Energie. Und das schon seit der Erfindung der ersten Gaslaterne vor über 200 Jahren. Damals war es nachts meist dunkel in den Städten, denn erst Gas ermöglichte eine effiziente Beleuchtung und dadurch ein modernes Leben. Seither entwickelt sich die Gasindustrie stetig weiter und fördert umweltfreundliche Technologien, etwa zur Herstellung von erneuerbaren Gasen wie Biogas oder Power-to-Gas. Das Gasnetz leistet einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit, als vielseitiger und umweltschonender Energieträger, als Speicher- und Transportmedium und somit als Teil der Energiezukunft.

Erdgas sorgt für Versorgungssicherheit: Gestern, heute und morgen

Die Gasversorgung in der Schweiz ist seit jeher wichtiger Treiber des Fortschritts: Mit Stadtgas kam einst Licht in die Strassen der urbanen Landschaft, das die russenden Öllämpchen ablöste. Damals wurde Gas noch aus destillierter Kohle gewonnen. In den 1970er-Jahren wurde schliesslich Erdgas in der Schweiz eingeführt, um unser Land unabhängiger vom Erdöl zu machen. Mit einem Anteil von 14 Prozent am Endenergieverbrauch gilt Erdgas im Bereich des Energieverbrauchs inzwischen als der drittwichtigste Energieträger der Schweiz und damit als genauso bedeutsam wie die Schweizer Wasserkraft. Erdgas leistet einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit, denn Erdgas ist vielseitig einsetzbar und lässt sich sehr gut mit erneuerbaren Energien kombinieren. Zudem wird der Anteil an Biogas und anderen erneuerbaren Gasen in Zukunft weiter steigen. So sind die natürlichen Erdgas-Vorkommen auch für kommende Generationen sichergestellt.

Erdgas: das Naturgas aus der Erde

Erdgas ist ein natürlich vorkommendes Gas, das aus dem Erdinneren gefördert wird. Es besteht zu über 90 Prozent aus dem farb- und geruchlosen Naturgas Methan (CH4), dem einfachsten Kohlenwasserstoff, der in der Natur vorkommt. Methan entsteht auch bei Gärungsprozessen unter Luftabschluss, etwa in Sümpfen, Kläranlagen oder in der Nutztierhaltung. Das heute genutzte Erdgas hat sich aus abgestorbenen Kleinorganismen vor mehreren Millionen Jahren gebildet. Unter Luftabschluss, hoher Temperatur und hohem Druck im Innern der Erde hat ein langsamer, chemischer Prozess zur Bildung von Erdgas geführt. Erdgas wird von der Menschheit schon deutlich länger genutzt als Erdöl. Die ersten Funde von Erdgas wurden um 6000 v. Chr. im heutigen Iran gemacht und als „ewiges Feuer“ urkundlich erwähnt. Rund 5000 Jahre später wurde auch in China Erdgas entdeckt und zur Trocknung von Salz verwendet. Dort erfand man 2000 Jahre später die erste Pipeline: mit Bambusrohren wurde Erdgas gefördert und über kurze Strecken transportiert. Die Geschichte von Gas ist lang, doch die moderne Bezeichnung „Gas“ als Fachbegriff erhielt die Substanz erst im 17. Jahrhundert vom niederländischen Chemiker Johan Baptista van Helmont. 

Erdgas ist einfach und vielseitig

Erdgas ist besonders umweltschonend, da es vor seiner Verwendung nicht aufwendig raffiniert werden muss, sondern fast schon gebrauchsfertig aus der Erde kommt. Dies steht im Gegensatz zu anderen Brennstoffen wie Öl, Benzin oder Diesel. Auch der Transport über die Gasleitungen direkt zum Verwendungsort erweist sich als sehr effizient. Ausserdem wird Gas bei der Nutzung fast vollständig verbrannt und hinterlässt deutlich weniger Schadstoffe als andere Brennstoffe. Gas ist nicht nur einfach einsetzbar, sondern auch vielseitig: Ob Zuhause oder in der Industrie, ob zum Heizen, Autofahren oder sogar für die Stromproduktion wie auch zur Stromspeicherung – die Anwendungsmöglichkeiten sind extrem vielseitig – und können einen wichtigen Beitrag bei der Neuausrichtung der Energie- und Klimapolitik in der Schweiz leisten. 

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